Naturstein – das Material der Natur

Kein Industrieprodukt, kein Kunstmaterial – Naturstein entsteht über Millionen von Jahren in der Erde. Robust, zeitlos und von bleibendem Wert.

Naturstein – das Material der Natur

Kein Industrieprodukt, kein Kunstmaterial – Naturstein entsteht über Millionen von Jahren in der Erde. Robust, zeitlos und von bleibendem Wert.

Naturstein – das Material der Natur

Kein Industrieprodukt, kein Kunstmaterial – Naturstein entsteht über Millionen von Jahren in der Erde. Robust, zeitlos und von bleibendem Wert.

1. Was ist Naturstein?

Naturstein bezeichnet alle Gesteine, die in der Natur vorkommen und ohne wesentliche Veränderung ihrer physikalisch-chemischen Struktur als Baumaterial verwendet werden können. Damit unterscheidet er sich grundlegend von allen künstlich hergestellten Baustoffen wie Beton, Keramik, Glas oder Kunststoff. Das Wort Stein leitet sich vom lateinischen "petra" ab – "Steinstück" oder "kostbarer Stein".

Naturstein ist im wörtlichsten Sinne ein Geschenk der Erde: Über Jahrmillionen, Hunderte von Millionen oder sogar Milliarden von Jahren hat die Natur selbst diesen Baustoff hergestellt. Kein Industrieprozess, keine Fabrik, kein Energieaufwand war dafür notwendig. Er steht uns fertig zur Verfügung – wir müssen ihn nur gewinnen und formen.

1.1 Die drei großen Gesteinsgruppen

Naturstein bezeichnet alle Gesteine, die in der Natur vorkommen und ohne wesentliche Veränderung ihrer physikalisch-chemischen Struktur als Baumaterial verwendet werden können. Damit unterscheidet er sich grundlegend von allen künstlich hergestellten Baustoffen wie Beton, Keramik, Glas oder Kunststoff. Das Wort Stein leitet sich vom lateinischen "petra" ab – "Steinstück" oder "kostbarer Stein".

Naturstein ist im wörtlichsten Sinne ein Geschenk der Erde: Über Jahrmillionen, Hunderte von Millionen oder sogar Milliarden von Jahren hat die Natur selbst diesen Baustoff hergestellt. Kein Industrieprozess, keine Fabrik, kein Energieaufwand war dafür notwendig. Er steht uns fertig zur Verfügung – wir müssen ihn nur gewinnen und formen.

Die drei großen Gesteinsgruppen

Diese drei Gesteinsgruppen sind nicht getrennt, sondern Teil eines ewigen Kreislaufs: Magmatite verwittern an der Erdoberfläche und liefern Material für Sedimentite. Sedimentite versinken in der Tiefe und werden zu Metamorphiten umgewandelt. Metamorphite schmelzen auf und bilden neues Magma. Der Antrieb dieses Kreislaufs ist die Plattentektonik.

Ein Rohblock Nero Assoluto, der heute auf einer deutschen Treppe liegt, begann seine Reise vor über 2,5 Milliarden Jahren – als die Erde kaum ein Drittel ihres heutigen Alters hatte.

1.2 Wie Naturstein entsteht – Details

Magmatite: Feuer und Tiefe

Wenn Erdplatten aufeinanderprallen oder auseinandergleiten, entstehen Magmakammern tief in der Erdkruste. Dort erstarrt das flüssige Gestein über Millionen von Jahren extrem langsam – und genau diese langsame Abkühlung ist das Geheimnis der charakteristischen Kristallstruktur von Granit oder Gabbro. Je langsamer die Abkühlung, desto größer die Kristalle, desto erkennbarer die Körnung.

Granit entsteht vorwiegend aus silikatreichen Schmelzen und besteht hauptsächlich aus Feldspat, Quarz und Glimmer – daher Goethes bekannter Satz: "Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer." Gabbro hingegen entsteht aus eisenreicheren, dunklen Schmelzen und ist chemisch dem Basalt ähnlich, jedoch langsamer erstarrt.

Metamorphite: Verwandlung unter Druck

Metamorphite entstehen, wenn bereits vorhandene Gesteine durch extreme Drücke und Temperaturen umgewandelt werden – ohne dabei aufzuschmelzen. Gneis etwa ist oft aus Granit entstanden, der in Tiefen von 5–30 km versenkt und dabei in Richtung gestreckt wurde. Diese Deformation erzeugt die charakteristische Bänderung oder Fältelung, die viele Gneise und Paragneise so ästhetisch einzigartig macht.

Migmatite sind Sonderfälle: Teile des Gesteins haben sich dabei tatsächlich wieder aufgeschmolzen und mit dem festen Rest vermischt – wie ein Marmorkuchen, den die Natur selbst verrührt hat. Das Ergebnis sind die charakteristischen, fließenden Maserungen des Multicolor Red.

Sedimentite: Geduld und Zeit

Sedimentite entstehen an der Erdoberfläche oder in Meeresbecken: Verwitterungsprodukte anderer Gesteine werden durch Wasser, Wind oder Eis transportiert und abgelagert. Unter dem Gewicht weiterer Ablagerungen (Diagenese) verdichten sie sich zu festem Gestein. Kalksteine entstehen oft aus den Schalen und Skeletten von Meereslebewesen – in ihnen steckt buchstäblich das Leben vergangener Zeitalter.

2. Herkunft – Naturstein als globales Erbe

Naturstein kommt buchstäblich überall auf der Erde vor. Kein Land ist ohne eigene Steinvorkommen. Unterschiedliche geologische Geschichte, verschiedene Plattenbewegungen und Klimaperioden haben auf jedem Kontinent einzigartige Gesteine hervorgebracht. Diese Vielfalt ist ein Spiegel der Erdgeschichte selbst.

2.1 Herkunftsregionen und ihre Besonderheiten

Südafrika

Einer der ältesten Kratone der Erde (Kapvaal-Kraton, Zimbabwe-Kraton, Kalahari-Kraton). Heimat von Nero Impala (Bushfeldkomplex, >2.000 Mio. Jahre), Nero Assoluto (Zimbabwe-Kraton, >2.500 Mio. Jahre) und Verde Oliva (Charnockit, ca. 300 Mio. Jahre). Die alten, stabilen Kratone liefern besonders dichte, hochwertige Gesteine.

Italien (Sardinien)

Während des Oberdevons (vor ca. 400 Mio. Jahren) befand sich der heutige Abbauort unter einer polaren Vereisungszone. Eine quarzreiche Magmakammer bildete den Bianco Sardo und Rosa Beta. Sardinien war damals noch Teil der norditalienischen Küste.

Schweden (Bohus)

Die Bohus-Granite (Bohus Red, Bohus Grey) entstanden vor ca. 890 Mio. Jahren während der Loslösung der Kontinente Baltica und Laurentia. Sie zählen zu den härtesten und dichtesten Graniten Europas und wurden vor 600 Mio. Jahren noch tief unter einem Nordpol-Eisschild verborgen.

Indien (Karnataka)

Im Zeitalter des Toniums (ca. 900 Mio. Jahre) bildete sich der Multicolor Red-Migmatit, als Indien Teil des Urkontinents Rodinia war. Massive tektonische Kräfte versenkten das Material tief in den Erdmantel, wo es aufschmolz und sich wieder mit festem Gestein vermischte.

USA (Georgia)

Der Silver Cloud Paragneis aus Rockdale County entstand während des Neoproterozoikums aus marinen Sedimenten und wurde durch die Taconische Orogenese (485–443 Mio. Jahre) metamorphosiert. Die markante Bänderung entstand durch Bewegungen während der Abkühlphase.

Deutschland (Oberpfalz)

Der Flossenbürger Granit (Zweiglimmer-Granit, ca. 350 Mio. Jahre) entstand im Karbon, als Bayern nahe am Äquator lag. Besonderheit: Die geologische Formation wurde vor Urzeiten "gedreht", sodass die natürlichen Spalten waagerecht liegen. Abbau nachweislich seit 1769.

Zimbabwe

Heimat des Nero Assoluto – des ältesten im InnoStone-Sortiment geführten Steins (>2.500 Mio. Jahre). Die Felsen des Zimbabwe-Kratons gehören zu den ältesten verwendeten Naturwerksteinen der Welt.

Brasilien

Super Grey (Monogranit) aus Brasilien: feinkörnig, homogen, richtungslos. Entstand vor über 300 Mio. Jahren in einer flachen Magmakammer.

2.2 Steinbruchgewinnung – Vom Berg zur Platte

Der Weg vom Gebirge zur fertigen Natursteinplatte ist heute ein Hochpräzisionsprozess. Moderne Steinbrüche nutzen Diamantseilsägen, computergesteuerte Bohrsysteme und kontrollierte Sprengtechniken, um tonnenschwere Rohblöcke mit minimalem Erschütterungsaufwand zu lösen.

1. Erkundung & Analyse: Geologische Kartierung, Bohrkernproben, Riss- und Kluftanalyse. Bestimmung von Mineralgehalt, Porosität, Druckfestigkeit, Verwitterungsverhalten.

2. Blockgewinnung: Diamantseilsäge oder kontrolliertes Spalten entlang natürlicher Trennflächen. Ziel: maximale Blockausbeute bei minimaler Erschütterung.

3. Transport: Rohblöcke (oft 10–30 Tonnen schwer) werden per Spezialfahrzeug zur Verarbeitungsanlage transportiert.

4. Sägen: Die Blöcke werden mit Gatter- oder Seilsägen in Rohplatten geschnitten. Die Stärke reicht von 8 mm (InnoStone-System) bis zu mehreren Zentimetern.

5. Oberflächenbearbeitung: Schleifen, Polieren, Flammen, Strahlen – je nach gewünschter Optik und Rutschhemmung.

6. Zertifizierung & Qualitätssicherung: Prüfung nach DIN EN-Normen, z. B. auf Rutschhemmung, Frost-Tau-Beständigkeit, Biegezugfestigkeit.

Wichtig: Im gesamten Kreislauf der Natursteingewinnung und -verarbeitung geht nichts verloren. Abraum wird zum Verfüllen abgebauter Steinbruchbereiche genutzt. Gesteinsreste finden Verwendung im Garten- und Landschaftsbau, Wasserbau oder als Schotter.

3. Physikalische Eigenschaften von Naturstein

Die außergewöhnliche Nutzbarkeit von Naturstein für Außentreppen, Podeste und Wege gründet auf einem einzigartigen Bündel physikalischer Eigenschaften, die durch natürliche Prozesse über Millionen von Jahren entstanden sind.

3.1 Wärmespeicherung und Energieverhalten

Naturstein ist ein natürlicher Wärmespeicher. Seine hohe Wärmekapazität bedeutet, dass er Energie gut aufnimmt und langsam wieder abgibt. Tagsüber von der Sonne erwärmt, gibt eine Natursteintreppe ihre Wärme noch Stunden nach Sonnenuntergang ab. Diese Eigenschaft ist nicht nur angenehm, sondern reduziert auch die Gefahr von Eisbildung, da die gespeicherte Wärme das Gefrieren verzögert. Diese natürliche Wärmespeicherung ist ein passiver Beitrag zur Energieeffizienz – ohne Strom, ohne Chemikalien, ohne Wartung.

3.2 Rutschhemmung – Sicherheit als Naturprinzip

Die Rutschhemmung von Naturstein ist keine aufgebrachte Beschichtung, sondern eine intrinsische Eigenschaft der Oberflächenbearbeitung. Bei InnoStone werden alle 19 Materialien durch die BAUSTOFFPRÜFSTELLE Wismar GmbH nach DIN 16165 geprüft. Alle erfüllen mindestens die Klasse R12, mehrere Sorten erreichen R13.

R10

Leichte Rutschhemmung – Innenbereich ohne Nassbelastung

R11

Mittlere Rutschhemmung – Innenbereich mit gelegentlicher Nässe

R12

Erhöhte Rutschhemmung – Außenbereiche, Treppenbeläge, Eingangsbereiche

R13

Hohe Rutschhemmung – Stark beanspruchte Außenbereiche, Industrieböden

R12 + R13 (InnoStone)

Bianco Sardo light/dark, Silver Cloud light/dark, Ivory Brown light/dark, Super Grey erfüllen beide Klassen

Die Oberfläche wird durch Flammen, Strahlen oder Stocken aufgeraut, wodurch Mikro-Unebenheiten entstehen, die Wasser ableiten und den Reibungskoeffizienten erhöhen. Da die Textur Teil des Steins selbst ist – und nicht aufgetragen – nutzt sie sich nicht ab wie eine Beschichtung.

4. Nachhaltigkeit – Der grünste Baustoff

In der aktuellen Klimadebatte rückt Naturstein zunehmend in den Fokus als Baustoff der Zukunft. Studien des Deutschen Naturwerkstein-Verbands (DNV) belegen: Naturstein hat unter allen gängigen Baustoffen den niedrigsten CO₂-Fußabdruck.

4.1 CO₂-Bilanz im Vergleich

Der CO₂-Ausstoß bei der Herstellung verschiedener Bodenbeläge pro Quadratmeter zeigt die dramatischen Unterschiede:

4.2 Warum Naturstein so gut abschneidet

Der entscheidende Grund ist simpel: Naturstein existiert bereits fertig in der Natur. Die Natur hat über Millionen von Jahren die gesamte "Herstellungsenergie" aufgebracht. Für die eigentliche Verarbeitung – Sägen, Schleifen, Polieren – wird nur ein Bruchteil der Energie benötigt, die für künstliche Baustoffe notwendig ist.

Laut Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden liegen die Kosten des Energieverbrauchs zur Be- und Verarbeitung von Naturwerkstein bei lediglich 3,3 % des Produktionswerts – ein einzigartiger Wert unter allen Baustoffen.

Keine Chemie, keine Schadstoffe

Naturstein enthält von Natur aus keinerlei Schadstoffe. Er gibt keine flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) ab, benötigt keine chemischen Schutzanstriche und kann problemlos in Lebensmittelbereichen eingesetzt werden. Im Brandfall setzt er keine gesundheitsschädlichen Stoffe frei – er ist vollständig unbrennbar (Baustoffklasse A nach DIN 4102).

Vollständige Recyclingfähigkeit

Am Ende seines Lebens kann Naturstein vollständig in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden. Verschleißspuren können abgeschliffen werden, sodass eine fast neue Oberfläche entsteht. Nicht mehr nutzbare Platten können als Schotter im Straßenbau, im Erdbau oder in der Betonherstellung eingesetzt werden. Im schlimmsten Fall löst sich Naturstein einfach in seine mineralischen Bestandteile auf – vollkommen schadlos.

4.3 Steinbrüche als Naturparadiese

Ein oft übersehener Aspekt: Aktiv bewirtschaftete Steinbrüche gehören zu den artenreichsten Biotopen in Deutschland. Offene Felswände, Rohbodenstandorte und Kleingewässer bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensräume, die sonst kaum noch vorhanden sind. Bienenfresser, Eidechsen, seltene Orchideen und Schmetterlinge haben in aktiven Steinbrüchen ihren letzten Rückzugsort gefunden. Naturstein und Ökologie sind kein Widerspruch – sie passen perfekt zusammen.

4.4 Lebensdauer als Nachhaltigkeitsargument

Der langlebigste Baustein ist zugleich der nachhaltigste. Beton hat eine typische Nutzungsdauer von 30–50 Jahren. Keramikfliesen müssen alle 20–30 Jahre erneuert werden. Naturstein dagegen überdauert Jahrhunderte und Jahrtausende – das belegen die Pyramiden von Gizeh (Kalkstein und Granit, ca. 4.500 Jahre alt), das Kolosseum in Rom (Travertin, ca. 2.000 Jahre) und die Kopfsteinpflaster mittelalterlicher Altstädte, die noch heute täglich benutzt werden.

Wer einmal Naturstein verlegt, muss mehrere Generationen nicht mehr nachdenken. Das ist die tiefste Form der Nachhaltigkeit: Einmal richtig machen – für immer.

5. Das InnoStone-Prinzip: Ressourcenschonung durch Innovation

Das InnoStone-System geht in seiner Nachhaltigkeitsphilosophie einen entscheidenden Schritt weiter als herkömmliche Natursteinverlegung. Der Schlüssel liegt in einer technischen Entscheidung, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, bei näherer Betrachtung aber revolutionär ist: die 8 mm dünne Natursteinplatte.

5.1 Die 8-mm-Platte: Weniger Material, gleiche Schönheit

Herkömmliche Natursteinplatten für Treppenstufen und Außenbereiche haben Stärken von 20–40 mm, manchmal mehr. Das InnoStone-System arbeitet mit Platten von nur 8 mm Stärke – eine Reduktion des Materialeinsatzes um 60–80 %, verglichen mit Standard-Verlegestärken.

5.2 Direktverlegung auf bestehender Substanz

Das InnoStone-System ist als Sanierungssystem konzipiert: Die 8-mm-Platten werden direkt auf die bestehende Treppe oder das bestehende Podest aufgeklebt. Es ist kein Rückbau des alten Belags notwendig. Das bedeutet:

• Kein Abbruchabfall, der entsorgt werden muss

• Kein Transport von schweren Abbruchmaterialien

• Deutlich kürzere Bauzeit (oft 1–2 Tage statt mehrerer Wochen)

• Erhalt der bestehenden Bausubstanz

• Minimale Belastung der Bewohner und Nachbarn

Denken Sie an das Prinzip: Restaurierung statt Abriss. Das ist der nachhaltigste Umgang mit Ressourcen – bestehende Bausubstanz erhalten und aufwerten, statt neu zu bauen.

5.3 Geprüfte Sicherheit – R12 als Standard

Alle 19 InnoStone-Materialien sind von der BAUSTOFFPRÜFSTELLE Wismar GmbH nach DIN 16165 zertifiziert. Die Mindestanforderung R12 wird von allen Steinen erfüllt. Mehrere Sorten erreichen sogar R13. Diese Prüfung simuliert reale Witterungsbedingungen: Nässe, Frost, mechanische Beanspruchung.

Die Rutschhemmung ist bei InnoStone kein Marketingversprechen, sondern ein prüfbares, zertifiziertes Messergebnis – mit öffentlich zugänglichen Prüfzertifikaten je Material.

5.3 Geprüfte Sicherheit – R12 als Standard

Alle 19 InnoStone-Materialien sind von der BAUSTOFFPRÜFSTELLE Wismar GmbH nach DIN 16165 zertifiziert. Die Mindestanforderung R12 wird von allen Steinen erfüllt. Mehrere Sorten erreichen sogar R13. Diese Prüfung simuliert reale Witterungsbedingungen: Nässe, Frost, mechanische Beanspruchung.

Die Rutschhemmung ist bei InnoStone kein Marketingversprechen, sondern ein prüfbares, zertifiziertes Messergebnis – mit öffentlich zugänglichen Prüfzertifikaten je Material.

6. Schönheit – Ein Material von epochaler Ästhetik

Kein anderes Baumaterial besitzt die ästhetische Tiefe von Naturstein. Seine Schönheit ist kein Zufall, keine Designentscheidung, kein Trend. Sie ist das Ergebnis von Hunderten von Millionen Jahren geologischer Geschichte, geprägt von Druck, Hitze, Bewegung, Kristallisation und Zeit.

6.1 Jedes Stück ist ein Unikat

Der fundamentalste Unterschied zwischen Naturstein und jedem anderen Bodenbelag: Kein Stein gleicht dem anderen. Nicht zwei Platten aus demselben Steinbruch sind identisch. Die Mineralkörner, die Adern, die Maserungen, die Farbverläufe – alles ist einzigartig. Diese Einzigartigkeit ist keine Fehleigenschaft, sondern der tiefste Ausdruck des Natürlichen.

Keramik kann Naturstein optisch imitieren – mit modernsten Drucktechniken, die täuschend ähnliche Muster erzeugen. Aber sie kann nie die Tiefe, die Haptik, die Temperatur und die Ausstrahlung echter Materie reproduzieren. Der Mensch spürt den Unterschied intuitiv – und Studien zeigen, dass Räume mit echtem Naturstein als hochwertiger, ruhiger und angenehmer wahrgenommen werden.

6.2 Jahrtausende der Schönheit – Naturstein in der Architekturgeschichte

Die Geschichte der Natursteinverwendung ist so alt wie die menschliche Zivilisation selbst. Jede bedeutende Epoche, jede Hochkultur, jede architektonische Blütezeit ist untrennbar mit Naturstein verbunden.

Antikes Ägypten (ca. 2.500 v. Chr.)

Die Großen Pyramiden von Gizeh: ca. 2,3 Millionen Kalksteinblöcke, mit Granitkammern im Inneren. Noch heute stehen sie als Zeugnis für die Beständigkeit dieses Materials.

Klassisches Griechenland (5. Jh. v. Chr.)

Das Parthenon auf der Akropolis: Pentelischer Marmor, so präzise bearbeitet, dass die optischen Täuschungen (leichte Kurvaturen der Säulen) die Wahrnehmung korrigieren.

Römisches Reich (1. Jh. v. Chr.–5. Jh. n. Chr.)

Das Kolosseum aus Travertin, das Pantheon, Aquädukte – Bauwerke, die heute noch stehen. Die Römer verwendeten Naturstein als primäres Baumaterial für alle dauerhaften Konstruktionen.

Romanik & Gotik (11.–15. Jh.)

Die Kathedralen Europas: Kalkstein, Sandstein, Granit – in Massen bewegt und präzise geformt. Notre-Dame de Paris, Kölner Dom, Regensburger Dom.

Renaissance & Barock (15.–18. Jh.)

Marmor als Material des Schönen: Michelangelo's David, Berninis Kolonnaden am Petersplatz, Schloss Versailles. Naturstein als Symbol von Würde, Macht und kultureller Reife.

Moderne (20. Jh.)

Empire State Building (Granit und Kalkstein), UN-Hauptquartier New York, Nationalmuseum Katar – Naturstein ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart Ausdruck höchster architektonischer Ansprüche.

6. Schönheit – Ein Material von epochaler Ästhetik

Kein anderes Baumaterial besitzt die ästhetische Tiefe von Naturstein. Seine Schönheit ist kein Zufall, keine Designentscheidung, kein Trend. Sie ist das Ergebnis von Hunderten von Millionen Jahren geologischer Geschichte, geprägt von Druck, Hitze, Bewegung, Kristallisation und Zeit.

6.1 Jedes Stück ist ein Unikat

Der fundamentalste Unterschied zwischen Naturstein und jedem anderen Bodenbelag: Kein Stein gleicht dem anderen. Nicht zwei Platten aus demselben Steinbruch sind identisch. Die Mineralkörner, die Adern, die Maserungen, die Farbverläufe – alles ist einzigartig. Diese Einzigartigkeit ist keine Fehleigenschaft, sondern der tiefste Ausdruck des Natürlichen.

Keramik kann Naturstein optisch imitieren – mit modernsten Drucktechniken, die täuschend ähnliche Muster erzeugen. Aber sie kann nie die Tiefe, die Haptik, die Temperatur und die Ausstrahlung echter Materie reproduzieren. Der Mensch spürt den Unterschied intuitiv – und Studien zeigen, dass Räume mit echtem Naturstein als hochwertiger, ruhiger und angenehmer wahrgenommen werden.

6.2 Jahrtausende der Schönheit – Naturstein in der Architekturgeschichte

Die Geschichte der Natursteinverwendung ist so alt wie die menschliche Zivilisation selbst. Jede bedeutende Epoche, jede Hochkultur, jede architektonische Blütezeit ist untrennbar mit Naturstein verbunden.

Antikes Ägypten (ca. 2.500 v. Chr.)

Die Großen Pyramiden von Gizeh: ca. 2,3 Millionen Kalksteinblöcke, mit Granitkammern im Inneren. Noch heute stehen sie als Zeugnis für die Beständigkeit dieses Materials.

Klassisches Griechenland (5. Jh. v. Chr.)

Das Parthenon auf der Akropolis: Pentelischer Marmor, so präzise bearbeitet, dass die optischen Täuschungen (leichte Kurvaturen der Säulen) die Wahrnehmung korrigieren.

Römisches Reich (1. Jh. v. Chr.–5. Jh. n. Chr.)

Das Kolosseum aus Travertin, das Pantheon, Aquädukte – Bauwerke, die heute noch stehen. Die Römer verwendeten Naturstein als primäres Baumaterial für alle dauerhaften Konstruktionen.

Romanik & Gotik (11.–15. Jh.)

Die Kathedralen Europas: Kalkstein, Sandstein, Granit – in Massen bewegt und präzise geformt. Notre-Dame de Paris, Kölner Dom, Regensburger Dom.

Renaissance & Barock (15.–18. Jh.)

Marmor als Material des Schönen: Michelangelo's David, Berninis Kolonnaden am Petersplatz, Schloss Versailles. Naturstein als Symbol von Würde, Macht und kultureller Reife.

Moderne (20. Jh.)

Empire State Building (Granit und Kalkstein), UN-Hauptquartier New York, Nationalmuseum Katar – Naturstein ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart Ausdruck höchster architektonischer Ansprüche.

6.3 Die Ästhetik der InnoStone-Materialien

Das InnoStone-Sortiment umfasst 19 Natursteine, die gemeinsam eine außergewöhnliche ästhetische Bandbreite abdecken – von tiefschwarzem Gabbro bis zu warmen Beigetönen, von dramatischer Rotmaserung bis zu silbrig schimmernden Bänderungen.

Farbwelt Schwarz/Anthrazit

Nero Assoluto (Zimbabwe), Nero Impala dark (Südafrika) – Für das moderne, kraftvolle Statement. Verleiht jedem Eingang Autorität und Eleganz.

Farbwelt Grau

Nero Impala light, Steel Grey, Silver Cloud dark, Super Grey – Zeitlos, vielseitig, harmonisch mit nahezu jeder Fassade.

Farbwelt Hellgrau/Silber

Bianco Sardo light, Silver Cloud light – Einladend, freundlich, leicht. Macht Eingangsbereiche größer und luftiger.

Farbwelt Beige/Warm

Ivory Brown light/dark, Rosa Beta – Mediterrane Wärme, einladende Ausstrahlung, harmoniert mit warmen Putz- und Klinkerfassaden.

Farbwelt Rot/Braun

Multicolor Red light/dark, Bohus Red – Charakterstark, warm, lebendig. Setzt starke Akzente.

Farbwelt Grün

Verde Oliva – Einzigartig, naturverbunden, unverwechselbar.

Heimatsteine

Flossenbürger Granit grau/gelb – Regional, nachhaltig, mit Geschichte.


7. Pflege und Langlebigkeit

Einer der häufigsten Irrtümer über Naturstein: er sei pflegeintensiv. Das Gegenteil ist wahr. Naturstein ist unter allen Bodenbelägen einer der pflegeleichtesten – vorausgesetzt, man behandelt ihn richtig.

7.1 Grundprinzipien der Steinpflege

pH-neutraler Reiniger

Für die tägliche Reinigung genügt ein pH-neutraler Steinreiniger mit klarem Wasser. Säurehaltige Reiniger (Essig, Zitronensäure, viele Haushaltsreiniger) können die Oberfläche mattieren – besonders bei polierten Steinen.

Kein Hochdruckreiniger innen

Im Innenbereich: Dampfreiniger und Hochdruckreiniger können die Oberfläche rau und matt machen. Im Außenbereich ist Hochdruckreinigung in den meisten Fällen unproblematisch.

Imprägnierung

Für den Außenbereich empfiehlt sich eine Imprägnierung: Sie dringt in die Poren des Steins ein und macht ihn schmutzabweisend, ohne die natürliche Atmungsaktivität zu blockieren. Imprägnierungen sind nicht schichtbildend – sie verändern weder Glanz noch Farbe.

Versiegelung vs. Imprägnierung

Versiegelung (schichtbildend) eignet sich eher für Innenbereiche. Im Außenbereich ist Imprägnierung vorzuziehen, da Feuchtigkeit aus dem Stein austreten können muss.

Intervalle

Einfache Reinigung: wöchentlich bis monatlich. Grundreinigung: jährlich oder bei starker Verschmutzung. Imprägnierungserneuerung: alle 1–5 Jahre je nach Beanspruchung.

Flecken sofort behandeln

Öl, Fett und Lebensmittel sollten sofort entfernt werden, da sie in die Poren des Steins eindringen können. Je schneller die Behandlung, desto einfacher die Entfernung.

7.2 Spezifische Hinweise für InnoStone-Materialien

Alle InnoStone-Materialien sind Hartgesteine (Granit, Gabbro, Gneis, Paragneis, Migmatit, Charnockit). Das bedeutet:

• Säurebeständigkeit ist hoch – deutlich höher als bei Kalkstein oder Marmor

• Keine Gefahr durch Frost-Tau-Wechsel bei fachgerechter Verlegung

• Keine Vergilbung, kein Ausbleichen durch UV-Strahlung (Ausnahme: Verde Oliva kann leicht aufhellen)

• Mechanische Abriebfestigkeit: sehr hoch, da alle Steine Mohshärte 6–7 aufweisen

Besonderheit Nero Impala und Nero Assoluto: Die sogenannten "Katzenpfoten" (Pyroxenanhäufungen) sind ein gesteinstypisches Merkmal, kein Mangel. Sie entstehen durch die natürliche Kristallisation und gehören zur Identität dieser Steine.

9. Naturstein-Lexikon

Das folgende Lexikon erklärt die wichtigsten Fachbegriffe aus der Welt des Natursteins, der Geologie und der Steinverarbeitung.

Abbauort

Der geografische Ort, an dem ein bestimmter Naturstein gewonnen wird. Prägt maßgeblich die Farbeigenschaften und mineralische Zusammensetzung des Gesteins.

Abriebfestigkeit

Widerstandsfähigkeit eines Materials gegen mechanischen Verschleiß durch Reibung. Bei Naturstein sehr hoch; gemessen nach DIN EN 14231 (Schleifverschleiß).

Abraum

Das beim Steinbruchbetrieb anfallende, nicht verwendbare Deckgestein. Wird zur Rekultivierung des Steinbruchs oder als Schüttmaterial wiederverwendet.

Arkose

Feldspatreicher Sandstein, der als Ausgangsmaterial für viele Paragneise diente. Enthält hohe Anteile an Feldspat-Trümmern.

Baustoffklasse A

Klassifizierung nach DIN 4102: vollständig unbrennbar. Naturstein erfüllt diese höchste Klasse stets.

Biegezugfestigkeit

Widerstandsfähigkeit gegen Bruch bei Biegebelastung. Relevant für Treppenstufen und auskragende Platten.

Biotop Steinbruch

Aktive Steinbrüche bieten durch offene Felswände, Rohbodenstandorte und Kleingewässer Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Bushfeldkomplex

Geologische Formation in Südafrika (ca. 2.000–2.100 Mio. Jahre alt), Herkunft des Nero Impala. Weltweit bekannt für seine Platin-, Palladium- und Chromiterzvorkommen.

Charnockit

Granitähnliches Gestein, das bei extrem hohen Temperaturen (>900 °C) und Drücken (>6.000 bar) entstand. Meist dunkelgrün bis grau. Typisch: Hypersthenpyroxen als Hauptmineral. Herkunft des Verde Oliva.

Diagenese

Prozess der Verfestigung und Umwandlung loser Sedimente zu festem Sedimentgestein durch Druck und chemische Prozesse.

DIN 16165

Deutsche Norm zur Bestimmung der Rutschhemmung von Bodenbelägen durch das Begehverfahren (R-Klassen R9–R13). Alle InnoStone-Steine erfüllen mindestens R12.

Druckfestigkeit

Maximale Druckbelastung, der ein Material standhalten kann. Bei Granit: 100–300 MPa. Beton: ca. 20–50 MPa.

EPD (Environmental Product Declaration)

Umweltproduktdeklaration nach ISO 14025: verifizierte Umweltdaten eines Baustoffs über seinen gesamten Lebenszyklus.

Fältelung

Geologischer Prozess, bei dem Gesteinsschichten durch tektonische Kräfte gefaltet werden. Erzeugt die charakteristischen Wellenstrukturen in Gneisen.

Flämmung

Oberflächenbearbeitung: Die Steinoberfläche wird mit einem Gasbrenner (ca. 2.000 °C) erhitzt. Dabei springen Quarzkörnchen ab, die Oberfläche wird rau und rutschhemmend.

Gabbro

Dunkles, mafisches Tiefengestein (Magmatit). Reich an Pyroxen, Plagioklas und Olivin. Hohe Dichte (2,8–3,0 g/cm³), Mohshärte 6–7, Druckfestigkeit >200 MPa. Herkunft des Nero Impala und Nero Assoluto.

Gesteinskreislauf

Der ewige Kreislauf zwischen Magmatiten, Sedimentiten und Metamorphiten, angetrieben durch Plattentektonik und Erosion.

Gneis

Metamorphes Gestein mit charakteristischer Bänderung oder Schieferung. Entsteht bei hohen Temperaturen und Drücken aus Graniten (Ortogneis) oder Sedimentgesteinen (Paragneis). Herkunft des Ivory Brown.

Gondwana

Südlicher Superkontinent (vor ca. 550–180 Mio. Jahren), der aus den heutigen Kontinenten Südamerika, Afrika, Antarktis, Australien und Indien bestand. Mehrere InnoStone-Steine entstanden während der Gondwana-Geschichte.

Granit

Das bekannteste magmatische Tiefengestein. Besteht aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Entsteht bei langsamer Abkühlung in der Erdkruste. Mohshärte 6–7, Druckfestigkeit 100–300 MPa.

Imprägnierung

Schutzbehandlung für poröse Natursteine: Das Mittel dringt in die Poren ein, ohne eine Schicht zu bilden. Macht den Stein schmutz- und wasserabweisend, erhält aber die Atmungsaktivität.

Kapvaal-Kraton

Einer der ältesten stabilen Erdkrustenabschnitte (ca. 3,6 Mrd. Jahre alt) in Südafrika. Grundlage für die Entstehung des Nero Assoluto im Zimbabwe-Kraton.

Karbon

Geologisches Zeitalter (ca. 359–299 Mio. Jahre vor heute). Zeitalter der Riesenfarne und Schachtelhalme. Bildungszeit der Flossenbürger Granite und der Bohus-Gesteine (Vorstufe).

Katzenpfoten

Umgangssprachliche Bezeichnung für Pyroxenanhäufungen in Gabbro-Gesteinen (Nero Impala, Nero Assoluto). Sie entstehen durch das Zusammenklumpen von Pyroxen-Kristallen in der erkaltenden Schmelze. Kein Mangel – typisches Merkmal.

Kratons

Sehr alte, tektonisch stabile Abschnitte der Erdkruste. Haben in ihrer Geschichte keine wesentlichen Deformationen erlitten. Liefern die ältesten und stabilsten Gesteine.

Magma

Flüssiges bis zähflüssiges Gesteinsgemisch aus Mineralien und Gasen, das tief in der Erdkruste oder im Erdmantel entsteht. Ausgangsmaterial aller Magmatite.

Magmadifferentiation

Prozess, bei dem sich in einer erkaltenden Magmakammer schwere und leichte Mineralien durch ihr spezifisches Gewicht trennen. Erzeugt die charakteristischen Schichtungen in Gabbros.

Metamorphose

Umwandlung von Gesteinen durch hohen Druck und hohe Temperatur ohne Aufschmelzung. Erzeugt Metamorphite wie Gneis, Quarzit und Marmor.

Migmatit

Teilweise aufgeschmolzenes Metamorphit-Gestein. Enthält Bereiche, die wieder erstarrt sind (Neosom) und Bereiche, die nicht aufgeschmolzen wurden (Palaeosom). Charakteristisch: fließende Maserungen. Herkunft des Multicolor Red und Bohus.

Mohshärte

Skala zur Bestimmung der Kratzfestigkeit von Mineralien (1 = Talk bis 10 = Diamant). Granit und Gabbro erreichen 6–7.

Monogranit

Granit aus einem einzigen Magmaereignis, sehr gleichmäßig in Struktur und Farbe. Herkunft des Super Grey.

Natursteinsiegel

Zertifizierungssystem für nachhaltig abgebauten Naturstein mit fairen Arbeitsbedingungen. Alternativ: Fair Stone, BSCI.

Ökobilanz (LCA)

Analyse der gesamten Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Naturstein schneidet in LCA-Studien hervorragend ab.

Paragneis

Metamorphes Gestein aus sedimentärem Ausgangsmaterial (Para = aus Sediment). Im Gegensatz zum Ortogneis (aus Granit). Herkunft des Silver Cloud.

Plattentektonik

Die Theorie der beweglichen Erdplatten, die den Hauptantrieb für alle geologischen Prozesse liefert. Verantwortlich für Gebirgsbildung, Vulkanismus, Erdbeben und die Entstehung aller Gesteinstypen.

Pyroxen

Mineral in Gabbro und Basalt. Dunkle, meist schwarze oder dunkelbraune Silikatminerale. Typisch für mafische Gesteine wie Gabbro.

Quarzmonzonit

Magmatisches Tiefengestein, ähnlich wie Granit, aber mit einem spezifischen Verhältnis der Feldspatminerale. Herkunft des Steel Grey. Einer der selteneren Gesteinstypen im Sortiment.

R-Klasse

Einteilung der Rutschhemmung nach DIN 16165. R9 (gering) bis R13 (sehr hoch). Alle InnoStone-Materialien: mindestens R12.

Rodinia

Superkontinent, der vor ca. 1.100–750 Mio. Jahren existierte. Während seiner Bildung entstanden die indischen Migmatite (Multicolor Red, Ivory Brown).

Schieferung

Bevorzugte Spaltbarkeit eines Gesteins entlang bestimmter Ebenen, die durch Druck entstehen. Erzeugt die charakteristische Bänderung bei Gneisen.

Sedimentit

Sammelbezeichnung für alle Ablagerungsgesteine (Kalkstein, Sandstein, Tonstein, Schiefer als Sediment). Entstehen an der Erdoberfläche oder in Gewässern.

Steinbruch

Ort der Natursteingewinnung im Tagebau. In Deutschland unter strengen Umweltschutzauflagen betrieben. Entwickeln sich oft zu wertvollen Biotopen.

Textur

Die räumliche Anordnung der Mineralkörner in einem Gestein. Bei Granit: richtungslos (isotrop). Bei Gneis: gebändert (anisotrop).

Tonium

Geologischer Zeitabschnitt (ca. 1.000–720 Mio. Jahre vor heute). Bildungszeit des Multicolor Red und Ivory Brown. Dominiert von Bakterienkolonien (Stromatolithen) im Urmeer.

Treibhauspotential (GWP)

Maß für den Klimawandel-Beitrag eines Produkts in CO₂-Äquivalenten. Naturstein: ca. 10,9 kg CO₂/m² (einer der niedrigsten Werte aller Bodenbeläge).

Verwitterung

Zersetzung von Gestein an der Erdoberfläche durch physikalische (Frost, Temperatur), chemische (Wasser, Säuren) und biologische (Flechten, Wurzeln) Prozesse. Liefert das Material für Sedimentite.

Versiegelung

Schichtbildende Schutzbehandlung für Naturstein. Bildet eine Schutzschicht auf der Oberfläche. Für Außenbereiche weniger geeignet, da die Dampfdiffusion gehemmt wird.

Volcanic Passive Margin

Vulkanisch aktiver Kontinentalrand, an dem sich in der Erdgeschichte viele südafrikanische Gesteine bildeten.

VOC (Volatile Organic Compounds)

Flüchtige organische Verbindungen. Naturstein gibt keine VOC ab. Viele Kunstbeläge scheiden dagegen Schadstoffe aus.

Wärmekapazität

Fähigkeit eines Materials, Wärme zu speichern. Bei Naturstein: 0,71–0,84 kJ/kg·K. Naturstein erwärmt sich langsam und gibt Wärme langsam wieder ab.

Zweiglimmer-Granit

Granit mit zwei Glimmermineralien (Biotit und Muskovit). Typisch für die Flossenbürger Granite. Verleiht dem Stein seinen charakteristischen Glanz im Sonnenlicht.

1. Was ist Naturstein?

Naturstein bezeichnet alle Gesteine, die in der Natur vorkommen und ohne wesentliche Veränderung ihrer physikalisch-chemischen Struktur als Baumaterial verwendet werden können. Damit unterscheidet er sich grundlegend von allen künstlich hergestellten Baustoffen wie Beton, Keramik, Glas oder Kunststoff. Das Wort Stein leitet sich vom lateinischen "petra" ab – "Steinstück" oder "kostbarer Stein".

Naturstein ist im wörtlichsten Sinne ein Geschenk der Erde: Über Jahrmillionen, Hunderte von Millionen oder sogar Milliarden von Jahren hat die Natur selbst diesen Baustoff hergestellt. Kein Industrieprozess, keine Fabrik, kein Energieaufwand war dafür notwendig. Er steht uns fertig zur Verfügung – wir müssen ihn nur gewinnen und formen.

1.1 Die drei großen Gesteinsgruppen

Naturstein bezeichnet alle Gesteine, die in der Natur vorkommen und ohne wesentliche Veränderung ihrer physikalisch-chemischen Struktur als Baumaterial verwendet werden können. Damit unterscheidet er sich grundlegend von allen künstlich hergestellten Baustoffen wie Beton, Keramik, Glas oder Kunststoff. Das Wort Stein leitet sich vom lateinischen "petra" ab – "Steinstück" oder "kostbarer Stein".

Naturstein ist im wörtlichsten Sinne ein Geschenk der Erde: Über Jahrmillionen, Hunderte von Millionen oder sogar Milliarden von Jahren hat die Natur selbst diesen Baustoff hergestellt. Kein Industrieprozess, keine Fabrik, kein Energieaufwand war dafür notwendig. Er steht uns fertig zur Verfügung – wir müssen ihn nur gewinnen und formen.

Die drei großen Gesteinsgruppen

Diese drei Gesteinsgruppen sind nicht getrennt, sondern Teil eines ewigen Kreislaufs: Magmatite verwittern an der Erdoberfläche und liefern Material für Sedimentite. Sedimentite versinken in der Tiefe und werden zu Metamorphiten umgewandelt. Metamorphite schmelzen auf und bilden neues Magma. Der Antrieb dieses Kreislaufs ist die Plattentektonik.

Ein Rohblock Nero Assoluto, der heute auf einer deutschen Treppe liegt, begann seine Reise vor über 2,5 Milliarden Jahren – als die Erde kaum ein Drittel ihres heutigen Alters hatte.

1.2 Wie Naturstein entsteht – Details

Magmatite: Feuer und Tiefe

Wenn Erdplatten aufeinanderprallen oder auseinandergleiten, entstehen Magmakammern tief in der Erdkruste. Dort erstarrt das flüssige Gestein über Millionen von Jahren extrem langsam – und genau diese langsame Abkühlung ist das Geheimnis der charakteristischen Kristallstruktur von Granit oder Gabbro. Je langsamer die Abkühlung, desto größer die Kristalle, desto erkennbarer die Körnung.

Granit entsteht vorwiegend aus silikatreichen Schmelzen und besteht hauptsächlich aus Feldspat, Quarz und Glimmer – daher Goethes bekannter Satz: "Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer." Gabbro hingegen entsteht aus eisenreicheren, dunklen Schmelzen und ist chemisch dem Basalt ähnlich, jedoch langsamer erstarrt.

Metamorphite: Verwandlung unter Druck

Metamorphite entstehen, wenn bereits vorhandene Gesteine durch extreme Drücke und Temperaturen umgewandelt werden – ohne dabei aufzuschmelzen. Gneis etwa ist oft aus Granit entstanden, der in Tiefen von 5–30 km versenkt und dabei in Richtung gestreckt wurde. Diese Deformation erzeugt die charakteristische Bänderung oder Fältelung, die viele Gneise und Paragneise so ästhetisch einzigartig macht.

Migmatite sind Sonderfälle: Teile des Gesteins haben sich dabei tatsächlich wieder aufgeschmolzen und mit dem festen Rest vermischt – wie ein Marmorkuchen, den die Natur selbst verrührt hat. Das Ergebnis sind die charakteristischen, fließenden Maserungen des Multicolor Red.

Sedimentite: Geduld und Zeit

Sedimentite entstehen an der Erdoberfläche oder in Meeresbecken: Verwitterungsprodukte anderer Gesteine werden durch Wasser, Wind oder Eis transportiert und abgelagert. Unter dem Gewicht weiterer Ablagerungen (Diagenese) verdichten sie sich zu festem Gestein. Kalksteine entstehen oft aus den Schalen und Skeletten von Meereslebewesen – in ihnen steckt buchstäblich das Leben vergangener Zeitalter.

2. Herkunft – Naturstein als globales Erbe

Naturstein kommt buchstäblich überall auf der Erde vor. Kein Land ist ohne eigene Steinvorkommen. Unterschiedliche geologische Geschichte, verschiedene Plattenbewegungen und Klimaperioden haben auf jedem Kontinent einzigartige Gesteine hervorgebracht. Diese Vielfalt ist ein Spiegel der Erdgeschichte selbst.

2.1 Herkunftsregionen und ihre Besonderheiten

Südafrika

Einer der ältesten Kratone der Erde (Kapvaal-Kraton, Zimbabwe-Kraton, Kalahari-Kraton). Heimat von Nero Impala (Bushfeldkomplex, >2.000 Mio. Jahre), Nero Assoluto (Zimbabwe-Kraton, >2.500 Mio. Jahre) und Verde Oliva (Charnockit, ca. 300 Mio. Jahre). Die alten, stabilen Kratone liefern besonders dichte, hochwertige Gesteine.

Italien (Sardinien)

Während des Oberdevons (vor ca. 400 Mio. Jahren) befand sich der heutige Abbauort unter einer polaren Vereisungszone. Eine quarzreiche Magmakammer bildete den Bianco Sardo und Rosa Beta. Sardinien war damals noch Teil der norditalienischen Küste.

Schweden (Bohus)

Die Bohus-Granite (Bohus Red, Bohus Grey) entstanden vor ca. 890 Mio. Jahren während der Loslösung der Kontinente Baltica und Laurentia. Sie zählen zu den härtesten und dichtesten Graniten Europas und wurden vor 600 Mio. Jahren noch tief unter einem Nordpol-Eisschild verborgen.

Indien (Karnataka)

Im Zeitalter des Toniums (ca. 900 Mio. Jahre) bildete sich der Multicolor Red-Migmatit, als Indien Teil des Urkontinents Rodinia war. Massive tektonische Kräfte versenkten das Material tief in den Erdmantel, wo es aufschmolz und sich wieder mit festem Gestein vermischte.

USA (Georgia)

Der Silver Cloud Paragneis aus Rockdale County entstand während des Neoproterozoikums aus marinen Sedimenten und wurde durch die Taconische Orogenese (485–443 Mio. Jahre) metamorphosiert. Die markante Bänderung entstand durch Bewegungen während der Abkühlphase.

Deutschland (Oberpfalz)

Der Flossenbürger Granit (Zweiglimmer-Granit, ca. 350 Mio. Jahre) entstand im Karbon, als Bayern nahe am Äquator lag. Besonderheit: Die geologische Formation wurde vor Urzeiten "gedreht", sodass die natürlichen Spalten waagerecht liegen. Abbau nachweislich seit 1769.

Zimbabwe

Heimat des Nero Assoluto – des ältesten im InnoStone-Sortiment geführten Steins (>2.500 Mio. Jahre). Die Felsen des Zimbabwe-Kratons gehören zu den ältesten verwendeten Naturwerksteinen der Welt.

Brasilien

Super Grey (Monogranit) aus Brasilien: feinkörnig, homogen, richtungslos. Entstand vor über 300 Mio. Jahren in einer flachen Magmakammer.

2.2 Steinbruchgewinnung – Vom Berg zur Platte

Der Weg vom Gebirge zur fertigen Natursteinplatte ist heute ein Hochpräzisionsprozess. Moderne Steinbrüche nutzen Diamantseilsägen, computergesteuerte Bohrsysteme und kontrollierte Sprengtechniken, um tonnenschwere Rohblöcke mit minimalem Erschütterungsaufwand zu lösen.

1. Erkundung & Analyse: Geologische Kartierung, Bohrkernproben, Riss- und Kluftanalyse. Bestimmung von Mineralgehalt, Porosität, Druckfestigkeit, Verwitterungsverhalten.

2. Blockgewinnung: Diamantseilsäge oder kontrolliertes Spalten entlang natürlicher Trennflächen. Ziel: maximale Blockausbeute bei minimaler Erschütterung.

3. Transport: Rohblöcke (oft 10–30 Tonnen schwer) werden per Spezialfahrzeug zur Verarbeitungsanlage transportiert.

4. Sägen: Die Blöcke werden mit Gatter- oder Seilsägen in Rohplatten geschnitten. Die Stärke reicht von 8 mm (InnoStone-System) bis zu mehreren Zentimetern.

5. Oberflächenbearbeitung: Schleifen, Polieren, Flammen, Strahlen – je nach gewünschter Optik und Rutschhemmung.

6. Zertifizierung & Qualitätssicherung: Prüfung nach DIN EN-Normen, z. B. auf Rutschhemmung, Frost-Tau-Beständigkeit, Biegezugfestigkeit.

Wichtig: Im gesamten Kreislauf der Natursteingewinnung und -verarbeitung geht nichts verloren. Abraum wird zum Verfüllen abgebauter Steinbruchbereiche genutzt. Gesteinsreste finden Verwendung im Garten- und Landschaftsbau, Wasserbau oder als Schotter.

3. Physikalische Eigenschaften von Naturstein

Die außergewöhnliche Nutzbarkeit von Naturstein für Außentreppen, Podeste und Wege gründet auf einem einzigartigen Bündel physikalischer Eigenschaften, die durch natürliche Prozesse über Millionen von Jahren entstanden sind.

3.1 Wärmespeicherung und Energieverhalten

Naturstein ist ein natürlicher Wärmespeicher. Seine hohe Wärmekapazität bedeutet, dass er Energie gut aufnimmt und langsam wieder abgibt. Tagsüber von der Sonne erwärmt, gibt eine Natursteintreppe ihre Wärme noch Stunden nach Sonnenuntergang ab. Diese Eigenschaft ist nicht nur angenehm, sondern reduziert auch die Gefahr von Eisbildung, da die gespeicherte Wärme das Gefrieren verzögert. Diese natürliche Wärmespeicherung ist ein passiver Beitrag zur Energieeffizienz – ohne Strom, ohne Chemikalien, ohne Wartung.

3.2 Rutschhemmung – Sicherheit als Naturprinzip

Die Rutschhemmung von Naturstein ist keine aufgebrachte Beschichtung, sondern eine intrinsische Eigenschaft der Oberflächenbearbeitung. Bei InnoStone werden alle 19 Materialien durch die BAUSTOFFPRÜFSTELLE Wismar GmbH nach DIN 16165 geprüft. Alle erfüllen mindestens die Klasse R12, mehrere Sorten erreichen R13.

R10

Leichte Rutschhemmung – Innenbereich ohne Nassbelastung

R11

Mittlere Rutschhemmung – Innenbereich mit gelegentlicher Nässe

R12

Erhöhte Rutschhemmung – Außenbereiche, Treppenbeläge, Eingangsbereiche

R13

Hohe Rutschhemmung – Stark beanspruchte Außenbereiche, Industrieböden

R12 + R13 (InnoStone)

Bianco Sardo light/dark, Silver Cloud light/dark, Ivory Brown light/dark, Super Grey erfüllen beide Klassen

Die Oberfläche wird durch Flammen, Strahlen oder Stocken aufgeraut, wodurch Mikro-Unebenheiten entstehen, die Wasser ableiten und den Reibungskoeffizienten erhöhen. Da die Textur Teil des Steins selbst ist – und nicht aufgetragen – nutzt sie sich nicht ab wie eine Beschichtung.

4. Nachhaltigkeit – Der grünste Baustoff

In der aktuellen Klimadebatte rückt Naturstein zunehmend in den Fokus als Baustoff der Zukunft. Studien des Deutschen Naturwerkstein-Verbands (DNV) belegen: Naturstein hat unter allen gängigen Baustoffen den niedrigsten CO₂-Fußabdruck.

4.1 CO₂-Bilanz im Vergleich

Der CO₂-Ausstoß bei der Herstellung verschiedener Bodenbeläge pro Quadratmeter zeigt die dramatischen Unterschiede:

4.2 Warum Naturstein so gut abschneidet

Der entscheidende Grund ist simpel: Naturstein existiert bereits fertig in der Natur. Die Natur hat über Millionen von Jahren die gesamte "Herstellungsenergie" aufgebracht. Für die eigentliche Verarbeitung – Sägen, Schleifen, Polieren – wird nur ein Bruchteil der Energie benötigt, die für künstliche Baustoffe notwendig ist.

Laut Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden liegen die Kosten des Energieverbrauchs zur Be- und Verarbeitung von Naturwerkstein bei lediglich 3,3 % des Produktionswerts – ein einzigartiger Wert unter allen Baustoffen.

Keine Chemie, keine Schadstoffe

Naturstein enthält von Natur aus keinerlei Schadstoffe. Er gibt keine flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) ab, benötigt keine chemischen Schutzanstriche und kann problemlos in Lebensmittelbereichen eingesetzt werden. Im Brandfall setzt er keine gesundheitsschädlichen Stoffe frei – er ist vollständig unbrennbar (Baustoffklasse A nach DIN 4102).

Vollständige Recyclingfähigkeit

Am Ende seines Lebens kann Naturstein vollständig in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden. Verschleißspuren können abgeschliffen werden, sodass eine fast neue Oberfläche entsteht. Nicht mehr nutzbare Platten können als Schotter im Straßenbau, im Erdbau oder in der Betonherstellung eingesetzt werden. Im schlimmsten Fall löst sich Naturstein einfach in seine mineralischen Bestandteile auf – vollkommen schadlos.

4.3 Steinbrüche als Naturparadiese

Ein oft übersehener Aspekt: Aktiv bewirtschaftete Steinbrüche gehören zu den artenreichsten Biotopen in Deutschland. Offene Felswände, Rohbodenstandorte und Kleingewässer bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensräume, die sonst kaum noch vorhanden sind. Bienenfresser, Eidechsen, seltene Orchideen und Schmetterlinge haben in aktiven Steinbrüchen ihren letzten Rückzugsort gefunden. Naturstein und Ökologie sind kein Widerspruch – sie passen perfekt zusammen.

4.4 Lebensdauer als Nachhaltigkeitsargument

Der langlebigste Baustein ist zugleich der nachhaltigste. Beton hat eine typische Nutzungsdauer von 30–50 Jahren. Keramikfliesen müssen alle 20–30 Jahre erneuert werden. Naturstein dagegen überdauert Jahrhunderte und Jahrtausende – das belegen die Pyramiden von Gizeh (Kalkstein und Granit, ca. 4.500 Jahre alt), das Kolosseum in Rom (Travertin, ca. 2.000 Jahre) und die Kopfsteinpflaster mittelalterlicher Altstädte, die noch heute täglich benutzt werden.

Wer einmal Naturstein verlegt, muss mehrere Generationen nicht mehr nachdenken. Das ist die tiefste Form der Nachhaltigkeit: Einmal richtig machen – für immer.

5. Das InnoStone-Prinzip: Ressourcenschonung durch Innovation

Das InnoStone-System geht in seiner Nachhaltigkeitsphilosophie einen entscheidenden Schritt weiter als herkömmliche Natursteinverlegung. Der Schlüssel liegt in einer technischen Entscheidung, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, bei näherer Betrachtung aber revolutionär ist: die 8 mm dünne Natursteinplatte.

5.1 Die 8-mm-Platte: Weniger Material, gleiche Schönheit

Herkömmliche Natursteinplatten für Treppenstufen und Außenbereiche haben Stärken von 20–40 mm, manchmal mehr. Das InnoStone-System arbeitet mit Platten von nur 8 mm Stärke – eine Reduktion des Materialeinsatzes um 60–80 %, verglichen mit Standard-Verlegestärken.

5.2 Direktverlegung auf bestehender Substanz

Das InnoStone-System ist als Sanierungssystem konzipiert: Die 8-mm-Platten werden direkt auf die bestehende Treppe oder das bestehende Podest aufgeklebt. Es ist kein Rückbau des alten Belags notwendig. Das bedeutet:

• Kein Abbruchabfall, der entsorgt werden muss

• Kein Transport von schweren Abbruchmaterialien

• Deutlich kürzere Bauzeit (oft 1–2 Tage statt mehrerer Wochen)

• Erhalt der bestehenden Bausubstanz

• Minimale Belastung der Bewohner und Nachbarn

Denken Sie an das Prinzip: Restaurierung statt Abriss. Das ist der nachhaltigste Umgang mit Ressourcen – bestehende Bausubstanz erhalten und aufwerten, statt neu zu bauen.

5.3 Geprüfte Sicherheit – R12 als Standard

Alle 19 InnoStone-Materialien sind von der BAUSTOFFPRÜFSTELLE Wismar GmbH nach DIN 16165 zertifiziert. Die Mindestanforderung R12 wird von allen Steinen erfüllt. Mehrere Sorten erreichen sogar R13. Diese Prüfung simuliert reale Witterungsbedingungen: Nässe, Frost, mechanische Beanspruchung.

Die Rutschhemmung ist bei InnoStone kein Marketingversprechen, sondern ein prüfbares, zertifiziertes Messergebnis – mit öffentlich zugänglichen Prüfzertifikaten je Material.

5.3 Geprüfte Sicherheit – R12 als Standard

Alle 19 InnoStone-Materialien sind von der BAUSTOFFPRÜFSTELLE Wismar GmbH nach DIN 16165 zertifiziert. Die Mindestanforderung R12 wird von allen Steinen erfüllt. Mehrere Sorten erreichen sogar R13. Diese Prüfung simuliert reale Witterungsbedingungen: Nässe, Frost, mechanische Beanspruchung.

Die Rutschhemmung ist bei InnoStone kein Marketingversprechen, sondern ein prüfbares, zertifiziertes Messergebnis – mit öffentlich zugänglichen Prüfzertifikaten je Material.

6. Schönheit – Ein Material von epochaler Ästhetik

Kein anderes Baumaterial besitzt die ästhetische Tiefe von Naturstein. Seine Schönheit ist kein Zufall, keine Designentscheidung, kein Trend. Sie ist das Ergebnis von Hunderten von Millionen Jahren geologischer Geschichte, geprägt von Druck, Hitze, Bewegung, Kristallisation und Zeit.

6.1 Jedes Stück ist ein Unikat

Der fundamentalste Unterschied zwischen Naturstein und jedem anderen Bodenbelag: Kein Stein gleicht dem anderen. Nicht zwei Platten aus demselben Steinbruch sind identisch. Die Mineralkörner, die Adern, die Maserungen, die Farbverläufe – alles ist einzigartig. Diese Einzigartigkeit ist keine Fehleigenschaft, sondern der tiefste Ausdruck des Natürlichen.

Keramik kann Naturstein optisch imitieren – mit modernsten Drucktechniken, die täuschend ähnliche Muster erzeugen. Aber sie kann nie die Tiefe, die Haptik, die Temperatur und die Ausstrahlung echter Materie reproduzieren. Der Mensch spürt den Unterschied intuitiv – und Studien zeigen, dass Räume mit echtem Naturstein als hochwertiger, ruhiger und angenehmer wahrgenommen werden.

6.2 Jahrtausende der Schönheit – Naturstein in der Architekturgeschichte

Die Geschichte der Natursteinverwendung ist so alt wie die menschliche Zivilisation selbst. Jede bedeutende Epoche, jede Hochkultur, jede architektonische Blütezeit ist untrennbar mit Naturstein verbunden.

Antikes Ägypten (ca. 2.500 v. Chr.)

Die Großen Pyramiden von Gizeh: ca. 2,3 Millionen Kalksteinblöcke, mit Granitkammern im Inneren. Noch heute stehen sie als Zeugnis für die Beständigkeit dieses Materials.

Klassisches Griechenland (5. Jh. v. Chr.)

Das Parthenon auf der Akropolis: Pentelischer Marmor, so präzise bearbeitet, dass die optischen Täuschungen (leichte Kurvaturen der Säulen) die Wahrnehmung korrigieren.

Römisches Reich (1. Jh. v. Chr.–5. Jh. n. Chr.)

Das Kolosseum aus Travertin, das Pantheon, Aquädukte – Bauwerke, die heute noch stehen. Die Römer verwendeten Naturstein als primäres Baumaterial für alle dauerhaften Konstruktionen.

Romanik & Gotik (11.–15. Jh.)

Die Kathedralen Europas: Kalkstein, Sandstein, Granit – in Massen bewegt und präzise geformt. Notre-Dame de Paris, Kölner Dom, Regensburger Dom.

Renaissance & Barock (15.–18. Jh.)

Marmor als Material des Schönen: Michelangelo's David, Berninis Kolonnaden am Petersplatz, Schloss Versailles. Naturstein als Symbol von Würde, Macht und kultureller Reife.

Moderne (20. Jh.)

Empire State Building (Granit und Kalkstein), UN-Hauptquartier New York, Nationalmuseum Katar – Naturstein ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart Ausdruck höchster architektonischer Ansprüche.

6. Schönheit – Ein Material von epochaler Ästhetik

Kein anderes Baumaterial besitzt die ästhetische Tiefe von Naturstein. Seine Schönheit ist kein Zufall, keine Designentscheidung, kein Trend. Sie ist das Ergebnis von Hunderten von Millionen Jahren geologischer Geschichte, geprägt von Druck, Hitze, Bewegung, Kristallisation und Zeit.

6.1 Jedes Stück ist ein Unikat

Der fundamentalste Unterschied zwischen Naturstein und jedem anderen Bodenbelag: Kein Stein gleicht dem anderen. Nicht zwei Platten aus demselben Steinbruch sind identisch. Die Mineralkörner, die Adern, die Maserungen, die Farbverläufe – alles ist einzigartig. Diese Einzigartigkeit ist keine Fehleigenschaft, sondern der tiefste Ausdruck des Natürlichen.

Keramik kann Naturstein optisch imitieren – mit modernsten Drucktechniken, die täuschend ähnliche Muster erzeugen. Aber sie kann nie die Tiefe, die Haptik, die Temperatur und die Ausstrahlung echter Materie reproduzieren. Der Mensch spürt den Unterschied intuitiv – und Studien zeigen, dass Räume mit echtem Naturstein als hochwertiger, ruhiger und angenehmer wahrgenommen werden.

6.2 Jahrtausende der Schönheit – Naturstein in der Architekturgeschichte

Die Geschichte der Natursteinverwendung ist so alt wie die menschliche Zivilisation selbst. Jede bedeutende Epoche, jede Hochkultur, jede architektonische Blütezeit ist untrennbar mit Naturstein verbunden.

Antikes Ägypten (ca. 2.500 v. Chr.)

Die Großen Pyramiden von Gizeh: ca. 2,3 Millionen Kalksteinblöcke, mit Granitkammern im Inneren. Noch heute stehen sie als Zeugnis für die Beständigkeit dieses Materials.

Klassisches Griechenland (5. Jh. v. Chr.)

Das Parthenon auf der Akropolis: Pentelischer Marmor, so präzise bearbeitet, dass die optischen Täuschungen (leichte Kurvaturen der Säulen) die Wahrnehmung korrigieren.

Römisches Reich (1. Jh. v. Chr.–5. Jh. n. Chr.)

Das Kolosseum aus Travertin, das Pantheon, Aquädukte – Bauwerke, die heute noch stehen. Die Römer verwendeten Naturstein als primäres Baumaterial für alle dauerhaften Konstruktionen.

Romanik & Gotik (11.–15. Jh.)

Die Kathedralen Europas: Kalkstein, Sandstein, Granit – in Massen bewegt und präzise geformt. Notre-Dame de Paris, Kölner Dom, Regensburger Dom.

Renaissance & Barock (15.–18. Jh.)

Marmor als Material des Schönen: Michelangelo's David, Berninis Kolonnaden am Petersplatz, Schloss Versailles. Naturstein als Symbol von Würde, Macht und kultureller Reife.

Moderne (20. Jh.)

Empire State Building (Granit und Kalkstein), UN-Hauptquartier New York, Nationalmuseum Katar – Naturstein ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart Ausdruck höchster architektonischer Ansprüche.

6.3 Die Ästhetik der InnoStone-Materialien

Das InnoStone-Sortiment umfasst 19 Natursteine, die gemeinsam eine außergewöhnliche ästhetische Bandbreite abdecken – von tiefschwarzem Gabbro bis zu warmen Beigetönen, von dramatischer Rotmaserung bis zu silbrig schimmernden Bänderungen.

Farbwelt Schwarz/Anthrazit

Nero Assoluto (Zimbabwe), Nero Impala dark (Südafrika) – Für das moderne, kraftvolle Statement. Verleiht jedem Eingang Autorität und Eleganz.

Farbwelt Grau

Nero Impala light, Steel Grey, Silver Cloud dark, Super Grey – Zeitlos, vielseitig, harmonisch mit nahezu jeder Fassade.

Farbwelt Hellgrau/Silber

Bianco Sardo light, Silver Cloud light – Einladend, freundlich, leicht. Macht Eingangsbereiche größer und luftiger.

Farbwelt Beige/Warm

Ivory Brown light/dark, Rosa Beta – Mediterrane Wärme, einladende Ausstrahlung, harmoniert mit warmen Putz- und Klinkerfassaden.

Farbwelt Rot/Braun

Multicolor Red light/dark, Bohus Red – Charakterstark, warm, lebendig. Setzt starke Akzente.

Farbwelt Grün

Verde Oliva – Einzigartig, naturverbunden, unverwechselbar.

Heimatsteine

Flossenbürger Granit grau/gelb – Regional, nachhaltig, mit Geschichte.


7. Pflege und Langlebigkeit

Einer der häufigsten Irrtümer über Naturstein: er sei pflegeintensiv. Das Gegenteil ist wahr. Naturstein ist unter allen Bodenbelägen einer der pflegeleichtesten – vorausgesetzt, man behandelt ihn richtig.

7.1 Grundprinzipien der Steinpflege

pH-neutraler Reiniger

Für die tägliche Reinigung genügt ein pH-neutraler Steinreiniger mit klarem Wasser. Säurehaltige Reiniger (Essig, Zitronensäure, viele Haushaltsreiniger) können die Oberfläche mattieren – besonders bei polierten Steinen.

Kein Hochdruckreiniger innen

Im Innenbereich: Dampfreiniger und Hochdruckreiniger können die Oberfläche rau und matt machen. Im Außenbereich ist Hochdruckreinigung in den meisten Fällen unproblematisch.

Imprägnierung

Für den Außenbereich empfiehlt sich eine Imprägnierung: Sie dringt in die Poren des Steins ein und macht ihn schmutzabweisend, ohne die natürliche Atmungsaktivität zu blockieren. Imprägnierungen sind nicht schichtbildend – sie verändern weder Glanz noch Farbe.

Versiegelung vs. Imprägnierung

Versiegelung (schichtbildend) eignet sich eher für Innenbereiche. Im Außenbereich ist Imprägnierung vorzuziehen, da Feuchtigkeit aus dem Stein austreten können muss.

Intervalle

Einfache Reinigung: wöchentlich bis monatlich. Grundreinigung: jährlich oder bei starker Verschmutzung. Imprägnierungserneuerung: alle 1–5 Jahre je nach Beanspruchung.

Flecken sofort behandeln

Öl, Fett und Lebensmittel sollten sofort entfernt werden, da sie in die Poren des Steins eindringen können. Je schneller die Behandlung, desto einfacher die Entfernung.

7.2 Spezifische Hinweise für InnoStone-Materialien

Alle InnoStone-Materialien sind Hartgesteine (Granit, Gabbro, Gneis, Paragneis, Migmatit, Charnockit). Das bedeutet:

• Säurebeständigkeit ist hoch – deutlich höher als bei Kalkstein oder Marmor

• Keine Gefahr durch Frost-Tau-Wechsel bei fachgerechter Verlegung

• Keine Vergilbung, kein Ausbleichen durch UV-Strahlung (Ausnahme: Verde Oliva kann leicht aufhellen)

• Mechanische Abriebfestigkeit: sehr hoch, da alle Steine Mohshärte 6–7 aufweisen

Besonderheit Nero Impala und Nero Assoluto: Die sogenannten "Katzenpfoten" (Pyroxenanhäufungen) sind ein gesteinstypisches Merkmal, kein Mangel. Sie entstehen durch die natürliche Kristallisation und gehören zur Identität dieser Steine.

9. Naturstein-Lexikon

Das folgende Lexikon erklärt die wichtigsten Fachbegriffe aus der Welt des Natursteins, der Geologie und der Steinverarbeitung.

Abbauort

Der geografische Ort, an dem ein bestimmter Naturstein gewonnen wird. Prägt maßgeblich die Farbeigenschaften und mineralische Zusammensetzung des Gesteins.

Abriebfestigkeit

Widerstandsfähigkeit eines Materials gegen mechanischen Verschleiß durch Reibung. Bei Naturstein sehr hoch; gemessen nach DIN EN 14231 (Schleifverschleiß).

Abraum

Das beim Steinbruchbetrieb anfallende, nicht verwendbare Deckgestein. Wird zur Rekultivierung des Steinbruchs oder als Schüttmaterial wiederverwendet.

Arkose

Feldspatreicher Sandstein, der als Ausgangsmaterial für viele Paragneise diente. Enthält hohe Anteile an Feldspat-Trümmern.

Baustoffklasse A

Klassifizierung nach DIN 4102: vollständig unbrennbar. Naturstein erfüllt diese höchste Klasse stets.

Biegezugfestigkeit

Widerstandsfähigkeit gegen Bruch bei Biegebelastung. Relevant für Treppenstufen und auskragende Platten.

Biotop Steinbruch

Aktive Steinbrüche bieten durch offene Felswände, Rohbodenstandorte und Kleingewässer Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Bushfeldkomplex

Geologische Formation in Südafrika (ca. 2.000–2.100 Mio. Jahre alt), Herkunft des Nero Impala. Weltweit bekannt für seine Platin-, Palladium- und Chromiterzvorkommen.

Charnockit

Granitähnliches Gestein, das bei extrem hohen Temperaturen (>900 °C) und Drücken (>6.000 bar) entstand. Meist dunkelgrün bis grau. Typisch: Hypersthenpyroxen als Hauptmineral. Herkunft des Verde Oliva.

Diagenese

Prozess der Verfestigung und Umwandlung loser Sedimente zu festem Sedimentgestein durch Druck und chemische Prozesse.

DIN 16165

Deutsche Norm zur Bestimmung der Rutschhemmung von Bodenbelägen durch das Begehverfahren (R-Klassen R9–R13). Alle InnoStone-Steine erfüllen mindestens R12.

Druckfestigkeit

Maximale Druckbelastung, der ein Material standhalten kann. Bei Granit: 100–300 MPa. Beton: ca. 20–50 MPa.

EPD (Environmental Product Declaration)

Umweltproduktdeklaration nach ISO 14025: verifizierte Umweltdaten eines Baustoffs über seinen gesamten Lebenszyklus.

Fältelung

Geologischer Prozess, bei dem Gesteinsschichten durch tektonische Kräfte gefaltet werden. Erzeugt die charakteristischen Wellenstrukturen in Gneisen.

Flämmung

Oberflächenbearbeitung: Die Steinoberfläche wird mit einem Gasbrenner (ca. 2.000 °C) erhitzt. Dabei springen Quarzkörnchen ab, die Oberfläche wird rau und rutschhemmend.

Gabbro

Dunkles, mafisches Tiefengestein (Magmatit). Reich an Pyroxen, Plagioklas und Olivin. Hohe Dichte (2,8–3,0 g/cm³), Mohshärte 6–7, Druckfestigkeit >200 MPa. Herkunft des Nero Impala und Nero Assoluto.

Gesteinskreislauf

Der ewige Kreislauf zwischen Magmatiten, Sedimentiten und Metamorphiten, angetrieben durch Plattentektonik und Erosion.

Gneis

Metamorphes Gestein mit charakteristischer Bänderung oder Schieferung. Entsteht bei hohen Temperaturen und Drücken aus Graniten (Ortogneis) oder Sedimentgesteinen (Paragneis). Herkunft des Ivory Brown.

Gondwana

Südlicher Superkontinent (vor ca. 550–180 Mio. Jahren), der aus den heutigen Kontinenten Südamerika, Afrika, Antarktis, Australien und Indien bestand. Mehrere InnoStone-Steine entstanden während der Gondwana-Geschichte.

Granit

Das bekannteste magmatische Tiefengestein. Besteht aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Entsteht bei langsamer Abkühlung in der Erdkruste. Mohshärte 6–7, Druckfestigkeit 100–300 MPa.

Imprägnierung

Schutzbehandlung für poröse Natursteine: Das Mittel dringt in die Poren ein, ohne eine Schicht zu bilden. Macht den Stein schmutz- und wasserabweisend, erhält aber die Atmungsaktivität.

Kapvaal-Kraton

Einer der ältesten stabilen Erdkrustenabschnitte (ca. 3,6 Mrd. Jahre alt) in Südafrika. Grundlage für die Entstehung des Nero Assoluto im Zimbabwe-Kraton.

Karbon

Geologisches Zeitalter (ca. 359–299 Mio. Jahre vor heute). Zeitalter der Riesenfarne und Schachtelhalme. Bildungszeit der Flossenbürger Granite und der Bohus-Gesteine (Vorstufe).

Katzenpfoten

Umgangssprachliche Bezeichnung für Pyroxenanhäufungen in Gabbro-Gesteinen (Nero Impala, Nero Assoluto). Sie entstehen durch das Zusammenklumpen von Pyroxen-Kristallen in der erkaltenden Schmelze. Kein Mangel – typisches Merkmal.

Kratons

Sehr alte, tektonisch stabile Abschnitte der Erdkruste. Haben in ihrer Geschichte keine wesentlichen Deformationen erlitten. Liefern die ältesten und stabilsten Gesteine.

Magma

Flüssiges bis zähflüssiges Gesteinsgemisch aus Mineralien und Gasen, das tief in der Erdkruste oder im Erdmantel entsteht. Ausgangsmaterial aller Magmatite.

Magmadifferentiation

Prozess, bei dem sich in einer erkaltenden Magmakammer schwere und leichte Mineralien durch ihr spezifisches Gewicht trennen. Erzeugt die charakteristischen Schichtungen in Gabbros.

Metamorphose

Umwandlung von Gesteinen durch hohen Druck und hohe Temperatur ohne Aufschmelzung. Erzeugt Metamorphite wie Gneis, Quarzit und Marmor.

Migmatit

Teilweise aufgeschmolzenes Metamorphit-Gestein. Enthält Bereiche, die wieder erstarrt sind (Neosom) und Bereiche, die nicht aufgeschmolzen wurden (Palaeosom). Charakteristisch: fließende Maserungen. Herkunft des Multicolor Red und Bohus.

Mohshärte

Skala zur Bestimmung der Kratzfestigkeit von Mineralien (1 = Talk bis 10 = Diamant). Granit und Gabbro erreichen 6–7.

Monogranit

Granit aus einem einzigen Magmaereignis, sehr gleichmäßig in Struktur und Farbe. Herkunft des Super Grey.

Natursteinsiegel

Zertifizierungssystem für nachhaltig abgebauten Naturstein mit fairen Arbeitsbedingungen. Alternativ: Fair Stone, BSCI.

Ökobilanz (LCA)

Analyse der gesamten Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Naturstein schneidet in LCA-Studien hervorragend ab.

Paragneis

Metamorphes Gestein aus sedimentärem Ausgangsmaterial (Para = aus Sediment). Im Gegensatz zum Ortogneis (aus Granit). Herkunft des Silver Cloud.

Plattentektonik

Die Theorie der beweglichen Erdplatten, die den Hauptantrieb für alle geologischen Prozesse liefert. Verantwortlich für Gebirgsbildung, Vulkanismus, Erdbeben und die Entstehung aller Gesteinstypen.

Pyroxen

Mineral in Gabbro und Basalt. Dunkle, meist schwarze oder dunkelbraune Silikatminerale. Typisch für mafische Gesteine wie Gabbro.

Quarzmonzonit

Magmatisches Tiefengestein, ähnlich wie Granit, aber mit einem spezifischen Verhältnis der Feldspatminerale. Herkunft des Steel Grey. Einer der selteneren Gesteinstypen im Sortiment.

R-Klasse

Einteilung der Rutschhemmung nach DIN 16165. R9 (gering) bis R13 (sehr hoch). Alle InnoStone-Materialien: mindestens R12.

Rodinia

Superkontinent, der vor ca. 1.100–750 Mio. Jahren existierte. Während seiner Bildung entstanden die indischen Migmatite (Multicolor Red, Ivory Brown).

Schieferung

Bevorzugte Spaltbarkeit eines Gesteins entlang bestimmter Ebenen, die durch Druck entstehen. Erzeugt die charakteristische Bänderung bei Gneisen.

Sedimentit

Sammelbezeichnung für alle Ablagerungsgesteine (Kalkstein, Sandstein, Tonstein, Schiefer als Sediment). Entstehen an der Erdoberfläche oder in Gewässern.

Steinbruch

Ort der Natursteingewinnung im Tagebau. In Deutschland unter strengen Umweltschutzauflagen betrieben. Entwickeln sich oft zu wertvollen Biotopen.

Textur

Die räumliche Anordnung der Mineralkörner in einem Gestein. Bei Granit: richtungslos (isotrop). Bei Gneis: gebändert (anisotrop).

Tonium

Geologischer Zeitabschnitt (ca. 1.000–720 Mio. Jahre vor heute). Bildungszeit des Multicolor Red und Ivory Brown. Dominiert von Bakterienkolonien (Stromatolithen) im Urmeer.

Treibhauspotential (GWP)

Maß für den Klimawandel-Beitrag eines Produkts in CO₂-Äquivalenten. Naturstein: ca. 10,9 kg CO₂/m² (einer der niedrigsten Werte aller Bodenbeläge).

Verwitterung

Zersetzung von Gestein an der Erdoberfläche durch physikalische (Frost, Temperatur), chemische (Wasser, Säuren) und biologische (Flechten, Wurzeln) Prozesse. Liefert das Material für Sedimentite.

Versiegelung

Schichtbildende Schutzbehandlung für Naturstein. Bildet eine Schutzschicht auf der Oberfläche. Für Außenbereiche weniger geeignet, da die Dampfdiffusion gehemmt wird.

Volcanic Passive Margin

Vulkanisch aktiver Kontinentalrand, an dem sich in der Erdgeschichte viele südafrikanische Gesteine bildeten.

VOC (Volatile Organic Compounds)

Flüchtige organische Verbindungen. Naturstein gibt keine VOC ab. Viele Kunstbeläge scheiden dagegen Schadstoffe aus.

Wärmekapazität

Fähigkeit eines Materials, Wärme zu speichern. Bei Naturstein: 0,71–0,84 kJ/kg·K. Naturstein erwärmt sich langsam und gibt Wärme langsam wieder ab.

Zweiglimmer-Granit

Granit mit zwei Glimmermineralien (Biotit und Muskovit). Typisch für die Flossenbürger Granite. Verleiht dem Stein seinen charakteristischen Glanz im Sonnenlicht.

1. Was ist Naturstein?

Naturstein bezeichnet alle Gesteine, die in der Natur vorkommen und ohne wesentliche Veränderung ihrer physikalisch-chemischen Struktur als Baumaterial verwendet werden können. Damit unterscheidet er sich grundlegend von allen künstlich hergestellten Baustoffen wie Beton, Keramik, Glas oder Kunststoff. Das Wort Stein leitet sich vom lateinischen "petra" ab – "Steinstück" oder "kostbarer Stein".

Naturstein ist im wörtlichsten Sinne ein Geschenk der Erde: Über Jahrmillionen, Hunderte von Millionen oder sogar Milliarden von Jahren hat die Natur selbst diesen Baustoff hergestellt. Kein Industrieprozess, keine Fabrik, kein Energieaufwand war dafür notwendig. Er steht uns fertig zur Verfügung – wir müssen ihn nur gewinnen und formen.

1.1 Die drei großen Gesteinsgruppen

Naturstein bezeichnet alle Gesteine, die in der Natur vorkommen und ohne wesentliche Veränderung ihrer physikalisch-chemischen Struktur als Baumaterial verwendet werden können. Damit unterscheidet er sich grundlegend von allen künstlich hergestellten Baustoffen wie Beton, Keramik, Glas oder Kunststoff. Das Wort Stein leitet sich vom lateinischen "petra" ab – "Steinstück" oder "kostbarer Stein".

Naturstein ist im wörtlichsten Sinne ein Geschenk der Erde: Über Jahrmillionen, Hunderte von Millionen oder sogar Milliarden von Jahren hat die Natur selbst diesen Baustoff hergestellt. Kein Industrieprozess, keine Fabrik, kein Energieaufwand war dafür notwendig. Er steht uns fertig zur Verfügung – wir müssen ihn nur gewinnen und formen.

Die drei großen Gesteinsgruppen

Diese drei Gesteinsgruppen sind nicht getrennt, sondern Teil eines ewigen Kreislaufs: Magmatite verwittern an der Erdoberfläche und liefern Material für Sedimentite. Sedimentite versinken in der Tiefe und werden zu Metamorphiten umgewandelt. Metamorphite schmelzen auf und bilden neues Magma. Der Antrieb dieses Kreislaufs ist die Plattentektonik.

Ein Rohblock Nero Assoluto, der heute auf einer deutschen Treppe liegt, begann seine Reise vor über 2,5 Milliarden Jahren – als die Erde kaum ein Drittel ihres heutigen Alters hatte.

1.2 Wie Naturstein entsteht – Details

Magmatite: Feuer und Tiefe

Wenn Erdplatten aufeinanderprallen oder auseinandergleiten, entstehen Magmakammern tief in der Erdkruste. Dort erstarrt das flüssige Gestein über Millionen von Jahren extrem langsam – und genau diese langsame Abkühlung ist das Geheimnis der charakteristischen Kristallstruktur von Granit oder Gabbro. Je langsamer die Abkühlung, desto größer die Kristalle, desto erkennbarer die Körnung.

Granit entsteht vorwiegend aus silikatreichen Schmelzen und besteht hauptsächlich aus Feldspat, Quarz und Glimmer – daher Goethes bekannter Satz: "Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer." Gabbro hingegen entsteht aus eisenreicheren, dunklen Schmelzen und ist chemisch dem Basalt ähnlich, jedoch langsamer erstarrt.

Metamorphite: Verwandlung unter Druck

Metamorphite entstehen, wenn bereits vorhandene Gesteine durch extreme Drücke und Temperaturen umgewandelt werden – ohne dabei aufzuschmelzen. Gneis etwa ist oft aus Granit entstanden, der in Tiefen von 5–30 km versenkt und dabei in Richtung gestreckt wurde. Diese Deformation erzeugt die charakteristische Bänderung oder Fältelung, die viele Gneise und Paragneise so ästhetisch einzigartig macht.

Migmatite sind Sonderfälle: Teile des Gesteins haben sich dabei tatsächlich wieder aufgeschmolzen und mit dem festen Rest vermischt – wie ein Marmorkuchen, den die Natur selbst verrührt hat. Das Ergebnis sind die charakteristischen, fließenden Maserungen des Multicolor Red.

Sedimentite: Geduld und Zeit

Sedimentite entstehen an der Erdoberfläche oder in Meeresbecken: Verwitterungsprodukte anderer Gesteine werden durch Wasser, Wind oder Eis transportiert und abgelagert. Unter dem Gewicht weiterer Ablagerungen (Diagenese) verdichten sie sich zu festem Gestein. Kalksteine entstehen oft aus den Schalen und Skeletten von Meereslebewesen – in ihnen steckt buchstäblich das Leben vergangener Zeitalter.

2. Herkunft – Naturstein als globales Erbe

Naturstein kommt buchstäblich überall auf der Erde vor. Kein Land ist ohne eigene Steinvorkommen. Unterschiedliche geologische Geschichte, verschiedene Plattenbewegungen und Klimaperioden haben auf jedem Kontinent einzigartige Gesteine hervorgebracht. Diese Vielfalt ist ein Spiegel der Erdgeschichte selbst.

2.1 Herkunftsregionen und ihre Besonderheiten

2.2 Steinbruchgewinnung – Vom Berg zur Platte

Der Weg vom Gebirge zur fertigen Natursteinplatte ist heute ein Hochpräzisionsprozess. Moderne Steinbrüche nutzen Diamantseilsägen, computergesteuerte Bohrsysteme und kontrollierte Sprengtechniken, um tonnenschwere Rohblöcke mit minimalem Erschütterungsaufwand zu lösen.

1. Erkundung & Analyse: Geologische Kartierung, Bohrkernproben, Riss- und Kluftanalyse. Bestimmung von Mineralgehalt, Porosität, Druckfestigkeit, Verwitterungsverhalten.

2. Blockgewinnung: Diamantseilsäge oder kontrolliertes Spalten entlang natürlicher Trennflächen. Ziel: maximale Blockausbeute bei minimaler Erschütterung.

3. Transport: Rohblöcke (oft 10–30 Tonnen schwer) werden per Spezialfahrzeug zur Verarbeitungsanlage transportiert.

4. Sägen: Die Blöcke werden mit Gatter- oder Seilsägen in Rohplatten geschnitten. Die Stärke reicht von 8 mm (InnoStone-System) bis zu mehreren Zentimetern.

5. Oberflächenbearbeitung: Schleifen, Polieren, Flammen, Strahlen – je nach gewünschter Optik und Rutschhemmung.

6. Zertifizierung & Qualitätssicherung: Prüfung nach DIN EN-Normen, z. B. auf Rutschhemmung, Frost-Tau-Beständigkeit, Biegezugfestigkeit.

Wichtig: Im gesamten Kreislauf der Natursteingewinnung und -verarbeitung geht nichts verloren. Abraum wird zum Verfüllen abgebauter Steinbruchbereiche genutzt. Gesteinsreste finden Verwendung im Garten- und Landschaftsbau, Wasserbau oder als Schotter.

3. Physikalische Eigenschaften von Naturstein

Die außergewöhnliche Nutzbarkeit von Naturstein für Außentreppen, Podeste und Wege gründet auf einem einzigartigen Bündel physikalischer Eigenschaften, die durch natürliche Prozesse über Millionen von Jahren entstanden sind.

3.1 Wärmespeicherung und Energieverhalten

Naturstein ist ein natürlicher Wärmespeicher. Seine hohe Wärmekapazität bedeutet, dass er Energie gut aufnimmt und langsam wieder abgibt. Tagsüber von der Sonne erwärmt, gibt eine Natursteintreppe ihre Wärme noch Stunden nach Sonnenuntergang ab. Diese Eigenschaft ist nicht nur angenehm, sondern reduziert auch die Gefahr von Eisbildung, da die gespeicherte Wärme das Gefrieren verzögert. Diese natürliche Wärmespeicherung ist ein passiver Beitrag zur Energieeffizienz – ohne Strom, ohne Chemikalien, ohne Wartung.

3.2 Rutschhemmung – Sicherheit als Naturprinzip

Die Rutschhemmung von Naturstein ist keine aufgebrachte Beschichtung, sondern eine intrinsische Eigenschaft der Oberflächenbearbeitung. Bei InnoStone werden alle 19 Materialien durch die BAUSTOFFPRÜFSTELLE Wismar GmbH nach DIN 16165 geprüft. Alle erfüllen mindestens die Klasse R12, mehrere Sorten erreichen R13.

R10

Leichte Rutschhemmung – Innenbereich ohne Nassbelastung

R11

Mittlere Rutschhemmung – Innenbereich mit gelegentlicher Nässe

R12

Erhöhte Rutschhemmung – Außenbereiche, Treppenbeläge, Eingangsbereiche

R13

Hohe Rutschhemmung – Stark beanspruchte Außenbereiche, Industrieböden

R12 + R13
(InnoStone)

Bianco Sardo light/dark, Silver Cloud light/dark, Ivory Brown light/dark, Super Grey erfüllen beide Klassen

Die Oberfläche wird durch Flammen, Strahlen oder Stocken aufgeraut, wodurch Mikro-Unebenheiten entstehen, die Wasser ableiten und den Reibungskoeffizienten erhöhen. Da die Textur Teil des Steins selbst ist – und nicht aufgetragen – nutzt sie sich nicht ab wie eine Beschichtung.

4. Nachhaltigkeit – Der grünste Baustoff

In der aktuellen Klimadebatte rückt Naturstein zunehmend in den Fokus als Baustoff der Zukunft. Studien des Deutschen Naturwerkstein-Verbands (DNV) belegen: Naturstein hat unter allen gängigen Baustoffen den niedrigsten CO₂-Fußabdruck.

4.1 CO₂-Bilanz im Vergleich

Der CO₂-Ausstoß bei der Herstellung verschiedener Bodenbeläge pro Quadratmeter zeigt die dramatischen Unterschiede:

4.2 Warum Naturstein so gut abschneidet

Der entscheidende Grund ist simpel: Naturstein existiert bereits fertig in der Natur. Die Natur hat über Millionen von Jahren die gesamte "Herstellungsenergie" aufgebracht. Für die eigentliche Verarbeitung – Sägen, Schleifen, Polieren – wird nur ein Bruchteil der Energie benötigt, die für künstliche Baustoffe notwendig ist.

Laut Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden liegen die Kosten des Energieverbrauchs zur Be- und Verarbeitung von Naturwerkstein bei lediglich 3,3 % des Produktionswerts – ein einzigartiger Wert unter allen Baustoffen.

Keine Chemie, keine Schadstoffe

Naturstein enthält von Natur aus keinerlei Schadstoffe. Er gibt keine flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) ab, benötigt keine chemischen Schutzanstriche und kann problemlos in Lebensmittelbereichen eingesetzt werden. Im Brandfall setzt er keine gesundheitsschädlichen Stoffe frei – er ist vollständig unbrennbar (Baustoffklasse A nach DIN 4102).

Vollständige Recyclingfähigkeit

Am Ende seines Lebens kann Naturstein vollständig in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden. Verschleißspuren können abgeschliffen werden, sodass eine fast neue Oberfläche entsteht. Nicht mehr nutzbare Platten können als Schotter im Straßenbau, im Erdbau oder in der Betonherstellung eingesetzt werden. Im schlimmsten Fall löst sich Naturstein einfach in seine mineralischen Bestandteile auf – vollkommen schadlos.

4.3 Steinbrüche als Naturparadiese

Ein oft übersehener Aspekt: Aktiv bewirtschaftete Steinbrüche gehören zu den artenreichsten Biotopen in Deutschland. Offene Felswände, Rohbodenstandorte und Kleingewässer bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensräume, die sonst kaum noch vorhanden sind. Bienenfresser, Eidechsen, seltene Orchideen und Schmetterlinge haben in aktiven Steinbrüchen ihren letzten Rückzugsort gefunden. Naturstein und Ökologie sind kein Widerspruch – sie passen perfekt zusammen.

4.4 Lebensdauer als Nachhaltigkeitsargument

Der langlebigste Baustein ist zugleich der nachhaltigste. Beton hat eine typische Nutzungsdauer von 30–50 Jahren. Keramikfliesen müssen alle 20–30 Jahre erneuert werden. Naturstein dagegen überdauert Jahrhunderte und Jahrtausende – das belegen die Pyramiden von Gizeh (Kalkstein und Granit, ca. 4.500 Jahre alt), das Kolosseum in Rom (Travertin, ca. 2.000 Jahre) und die Kopfsteinpflaster mittelalterlicher Altstädte, die noch heute täglich benutzt werden.

Wer einmal Naturstein verlegt, muss mehrere Generationen nicht mehr nachdenken. Das ist die tiefste Form der Nachhaltigkeit: Einmal richtig machen – für immer.

5. Das InnoStone-Prinzip: Ressourcenschonung durch Innovation

Das InnoStone-System geht in seiner Nachhaltigkeitsphilosophie einen entscheidenden Schritt weiter als herkömmliche Natursteinverlegung. Der Schlüssel liegt in einer technischen Entscheidung, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, bei näherer Betrachtung aber revolutionär ist: die 8 mm dünne Natursteinplatte.

5.1 Die 8-mm-Platte: Weniger Material, gleiche Schönheit

Herkömmliche Natursteinplatten für Treppenstufen und Außenbereiche haben Stärken von 20–40 mm, manchmal mehr. Das InnoStone-System arbeitet mit Platten von nur 8 mm Stärke – eine Reduktion des Materialeinsatzes um 60–80 %, verglichen mit Standard-Verlegestärken.

5.2 Direktverlegung auf bestehender Substanz

Das InnoStone-System ist als Sanierungssystem konzipiert: Die 8-mm-Platten werden direkt auf die bestehende Treppe oder das bestehende Podest aufgeklebt. Es ist kein Rückbau des alten Belags notwendig. Das bedeutet:

• Kein Abbruchabfall, der entsorgt werden muss

• Kein Transport von schweren Abbruchmaterialien

• Deutlich kürzere Bauzeit (oft 1–2 Tage statt mehrerer Wochen)

• Erhalt der bestehenden Bausubstanz

• Minimale Belastung der Bewohner und Nachbarn

Denken Sie an das Prinzip: Restaurierung statt Abriss. Das ist der nachhaltigste Umgang mit Ressourcen – bestehende Bausubstanz erhalten und aufwerten, statt neu zu bauen.

5.3 Geprüfte Sicherheit – R12 als Standard

Alle 19 InnoStone-Materialien sind von der BAUSTOFFPRÜFSTELLE Wismar GmbH nach DIN 16165 zertifiziert. Die Mindestanforderung R12 wird von allen Steinen erfüllt. Mehrere Sorten erreichen sogar R13. Diese Prüfung simuliert reale Witterungsbedingungen: Nässe, Frost, mechanische Beanspruchung.

Die Rutschhemmung ist bei InnoStone kein Marketingversprechen, sondern ein prüfbares, zertifiziertes Messergebnis – mit öffentlich zugänglichen Prüfzertifikaten je Material.

5.3 Geprüfte Sicherheit – R12 als Standard

Alle 19 InnoStone-Materialien sind von der BAUSTOFFPRÜFSTELLE Wismar GmbH nach DIN 16165 zertifiziert. Die Mindestanforderung R12 wird von allen Steinen erfüllt. Mehrere Sorten erreichen sogar R13. Diese Prüfung simuliert reale Witterungsbedingungen: Nässe, Frost, mechanische Beanspruchung.

Die Rutschhemmung ist bei InnoStone kein Marketingversprechen, sondern ein prüfbares, zertifiziertes Messergebnis – mit öffentlich zugänglichen Prüfzertifikaten je Material.

6. Schönheit – Ein Material von epochaler Ästhetik

Kein anderes Baumaterial besitzt die ästhetische Tiefe von Naturstein. Seine Schönheit ist kein Zufall, keine Designentscheidung, kein Trend. Sie ist das Ergebnis von Hunderten von Millionen Jahren geologischer Geschichte, geprägt von Druck, Hitze, Bewegung, Kristallisation und Zeit.

6.1 Jedes Stück ist ein Unikat

Der fundamentalste Unterschied zwischen Naturstein und jedem anderen Bodenbelag: Kein Stein gleicht dem anderen. Nicht zwei Platten aus demselben Steinbruch sind identisch. Die Mineralkörner, die Adern, die Maserungen, die Farbverläufe – alles ist einzigartig. Diese Einzigartigkeit ist keine Fehleigenschaft, sondern der tiefste Ausdruck des Natürlichen.

Keramik kann Naturstein optisch imitieren – mit modernsten Drucktechniken, die täuschend ähnliche Muster erzeugen. Aber sie kann nie die Tiefe, die Haptik, die Temperatur und die Ausstrahlung echter Materie reproduzieren. Der Mensch spürt den Unterschied intuitiv – und Studien zeigen, dass Räume mit echtem Naturstein als hochwertiger, ruhiger und angenehmer wahrgenommen werden.

6.2 Jahrtausende der Schönheit – Naturstein in der Architekturgeschichte

Die Geschichte der Natursteinverwendung ist so alt wie die menschliche Zivilisation selbst. Jede bedeutende Epoche, jede Hochkultur, jede architektonische Blütezeit ist untrennbar mit Naturstein verbunden.

Antikes Ägypten (ca. 2.500 v. Chr.)

Die Großen Pyramiden von Gizeh: ca. 2,3 Millionen Kalksteinblöcke, mit Granitkammern im Inneren. Noch heute stehen sie als Zeugnis für die Beständigkeit dieses Materials.

Klassisches Griechenland (5. Jh. v. Chr.)

Das Parthenon auf der Akropolis: Pentelischer Marmor, so präzise bearbeitet, dass die optischen Täuschungen (leichte Kurvaturen der Säulen) die Wahrnehmung korrigieren.

Römisches Reich (1. Jh. v. Chr.–5. Jh. n. Chr.)

Das Kolosseum aus Travertin, das Pantheon, Aquädukte – Bauwerke, die heute noch stehen. Die Römer verwendeten Naturstein als primäres Baumaterial für alle dauerhaften Konstruktionen.

Romanik & Gotik (11.–15. Jh.)

Die Kathedralen Europas: Kalkstein, Sandstein, Granit – in Massen bewegt und präzise geformt. Notre-Dame de Paris, Kölner Dom, Regensburger Dom.

Renaissance & Barock (15.–18. Jh.)

Marmor als Material des Schönen: Michelangelo's David, Berninis Kolonnaden am Petersplatz, Schloss Versailles. Naturstein als Symbol von Würde, Macht und kultureller Reife.

Moderne (20. Jh.)

Empire State Building (Granit und Kalkstein), UN-Hauptquartier New York, Nationalmuseum Katar – Naturstein ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart Ausdruck höchster architektonischer Ansprüche.

6. Schönheit – Ein Material von epochaler Ästhetik

Kein anderes Baumaterial besitzt die ästhetische Tiefe von Naturstein. Seine Schönheit ist kein Zufall, keine Designentscheidung, kein Trend. Sie ist das Ergebnis von Hunderten von Millionen Jahren geologischer Geschichte, geprägt von Druck, Hitze, Bewegung, Kristallisation und Zeit.

6.1 Jedes Stück ist ein Unikat

Der fundamentalste Unterschied zwischen Naturstein und jedem anderen Bodenbelag: Kein Stein gleicht dem anderen. Nicht zwei Platten aus demselben Steinbruch sind identisch. Die Mineralkörner, die Adern, die Maserungen, die Farbverläufe – alles ist einzigartig. Diese Einzigartigkeit ist keine Fehleigenschaft, sondern der tiefste Ausdruck des Natürlichen.

Keramik kann Naturstein optisch imitieren – mit modernsten Drucktechniken, die täuschend ähnliche Muster erzeugen. Aber sie kann nie die Tiefe, die Haptik, die Temperatur und die Ausstrahlung echter Materie reproduzieren. Der Mensch spürt den Unterschied intuitiv – und Studien zeigen, dass Räume mit echtem Naturstein als hochwertiger, ruhiger und angenehmer wahrgenommen werden.

6.2 Jahrtausende der Schönheit – Naturstein in der Architekturgeschichte

Die Geschichte der Natursteinverwendung ist so alt wie die menschliche Zivilisation selbst. Jede bedeutende Epoche, jede Hochkultur, jede architektonische Blütezeit ist untrennbar mit Naturstein verbunden.

Antikes Ägypten (ca. 2.500 v. Chr.)

Die Großen Pyramiden von Gizeh: ca. 2,3 Millionen Kalksteinblöcke, mit Granitkammern im Inneren. Noch heute stehen sie als Zeugnis für die Beständigkeit dieses Materials.

Klassisches Griechenland (5. Jh. v. Chr.)

Das Parthenon auf der Akropolis: Pentelischer Marmor, so präzise bearbeitet, dass die optischen Täuschungen (leichte Kurvaturen der Säulen) die Wahrnehmung korrigieren.

Römisches Reich (1. Jh. v. Chr.–5. Jh. n. Chr.)

Das Kolosseum aus Travertin, das Pantheon, Aquädukte – Bauwerke, die heute noch stehen. Die Römer verwendeten Naturstein als primäres Baumaterial für alle dauerhaften Konstruktionen.

Romanik & Gotik (11.–15. Jh.)

Die Kathedralen Europas: Kalkstein, Sandstein, Granit – in Massen bewegt und präzise geformt. Notre-Dame de Paris, Kölner Dom, Regensburger Dom.

Renaissance & Barock (15.–18. Jh.)

Marmor als Material des Schönen: Michelangelo's David, Berninis Kolonnaden am Petersplatz, Schloss Versailles. Naturstein als Symbol von Würde, Macht und kultureller Reife.

Moderne (20. Jh.)

Empire State Building (Granit und Kalkstein), UN-Hauptquartier New York, Nationalmuseum Katar – Naturstein ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart Ausdruck höchster architektonischer Ansprüche.

6.3 Die Ästhetik der InnoStone-Materialien

Das InnoStone-Sortiment umfasst 19 Natursteine, die gemeinsam eine außergewöhnliche ästhetische Bandbreite abdecken – von tiefschwarzem Gabbro bis zu warmen Beigetönen, von dramatischer Rotmaserung bis zu silbrig schimmernden Bänderungen.

Farbwelt Schwarz/Anthrazit

Nero Assoluto (Zimbabwe), Nero Impala dark (Südafrika) – Für das moderne, kraftvolle Statement. Verleiht jedem Eingang Autorität und Eleganz.

Farbwelt Grau

Nero Impala light, Steel Grey, Silver Cloud dark, Super Grey – Zeitlos, vielseitig, harmonisch mit nahezu jeder Fassade.

Farbwelt Hellgrau/Silber

Bianco Sardo light, Silver Cloud light – Einladend, freundlich, leicht. Macht Eingangsbereiche größer und luftiger.

Farbwelt Beige/Warm

Ivory Brown light/dark, Rosa Beta – Mediterrane Wärme, einladende Ausstrahlung, harmoniert mit warmen Putz- und Klinkerfassaden.

Farbwelt Rot/Braun

Multicolor Red light/dark, Bohus Red – Charakterstark, warm, lebendig. Setzt starke Akzente.

Farbwelt Grün

Verde Oliva – Einzigartig, naturverbunden, unverwechselbar.

Heimatsteine

Flossenbürger Granit grau/gelb – Regional, nachhaltig, mit Geschichte.


7. Pflege und Langlebigkeit

Einer der häufigsten Irrtümer über Naturstein: er sei pflegeintensiv. Das Gegenteil ist wahr. Naturstein ist unter allen Bodenbelägen einer der pflegeleichtesten – vorausgesetzt, man behandelt ihn richtig.

7.1 Grundprinzipien der Steinpflege

pH-neutraler Reiniger

Für die tägliche Reinigung genügt ein pH-neutraler Steinreiniger mit klarem Wasser. Säurehaltige Reiniger (Essig, Zitronensäure, viele Haushaltsreiniger) können die Oberfläche mattieren – besonders bei polierten Steinen.

Kein Hochdruckreiniger innen

Im Innenbereich: Dampfreiniger und Hochdruckreiniger können die Oberfläche rau und matt machen. Im Außenbereich ist Hochdruckreinigung in den meisten Fällen unproblematisch.

Imprägnierung

Für den Außenbereich empfiehlt sich eine Imprägnierung: Sie dringt in die Poren des Steins ein und macht ihn schmutzabweisend, ohne die natürliche Atmungsaktivität zu blockieren. Imprägnierungen sind nicht schichtbildend – sie verändern weder Glanz noch Farbe.

Versiegelung vs. Imprägnierung

Versiegelung (schichtbildend) eignet sich eher für Innenbereiche. Im Außenbereich ist Imprägnierung vorzuziehen, da Feuchtigkeit aus dem Stein austreten können muss.

Intervalle

Einfache Reinigung: wöchentlich bis monatlich. Grundreinigung: jährlich oder bei starker Verschmutzung. Imprägnierungserneuerung: alle 1–5 Jahre je nach Beanspruchung.

Flecken sofort behandeln

Öl, Fett und Lebensmittel sollten sofort entfernt werden, da sie in die Poren des Steins eindringen können. Je schneller die Behandlung, desto einfacher die Entfernung.

7.2 Spezifische Hinweise für InnoStone-Materialien

Alle InnoStone-Materialien sind Hartgesteine (Granit, Gabbro, Gneis, Paragneis, Migmatit, Charnockit). Das bedeutet:

• Säurebeständigkeit ist hoch – deutlich höher als bei Kalkstein oder Marmor

• Keine Gefahr durch Frost-Tau-Wechsel bei fachgerechter Verlegung

• Keine Vergilbung, kein Ausbleichen durch UV-Strahlung (Ausnahme: Verde Oliva kann leicht aufhellen)

• Mechanische Abriebfestigkeit: sehr hoch, da alle Steine Mohshärte 6–7 aufweisen

Besonderheit Nero Impala und Nero Assoluto: Die sogenannten "Katzenpfoten" (Pyroxenanhäufungen) sind ein gesteinstypisches Merkmal, kein Mangel. Sie entstehen durch die natürliche Kristallisation und gehören zur Identität dieser Steine.

9. Naturstein-Lexikon

Das folgende Lexikon erklärt die wichtigsten Fachbegriffe aus der Welt des Natursteins, der Geologie und der Steinverarbeitung.

Abbauort

Der geografische Ort, an dem ein bestimmter Naturstein gewonnen wird. Prägt maßgeblich die Farbeigenschaften und mineralische Zusammensetzung des Gesteins.

Abriebfestigkeit

Widerstandsfähigkeit eines Materials gegen mechanischen Verschleiß durch Reibung. Bei Naturstein sehr hoch; gemessen nach DIN EN 14231 (Schleifverschleiß).

Abraum

Das beim Steinbruchbetrieb anfallende, nicht verwendbare Deckgestein. Wird zur Rekultivierung des Steinbruchs oder als Schüttmaterial wiederverwendet.

Arkose

Feldspatreicher Sandstein, der als Ausgangsmaterial für viele Paragneise diente. Enthält hohe Anteile an Feldspat-Trümmern.

Baustoffklasse A

Klassifizierung nach DIN 4102: vollständig unbrennbar. Naturstein erfüllt diese höchste Klasse stets.

Biegezugfestigkeit

Widerstandsfähigkeit gegen Bruch bei Biegebelastung. Relevant für Treppenstufen und auskragende Platten.

Biotop Steinbruch

Aktive Steinbrüche bieten durch offene Felswände, Rohbodenstandorte und Kleingewässer Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Bushfeldkomplex

Geologische Formation in Südafrika (ca. 2.000–2.100 Mio. Jahre alt), Herkunft des Nero Impala. Weltweit bekannt für seine Platin-, Palladium- und Chromiterzvorkommen.

Charnockit

Granitähnliches Gestein, das bei extrem hohen Temperaturen (>900 °C) und Drücken (>6.000 bar) entstand. Meist dunkelgrün bis grau. Typisch: Hypersthenpyroxen als Hauptmineral. Herkunft des Verde Oliva.

Diagenese

Prozess der Verfestigung und Umwandlung loser Sedimente zu festem Sedimentgestein durch Druck und chemische Prozesse.

DIN 16165

Deutsche Norm zur Bestimmung der Rutschhemmung von Bodenbelägen durch das Begehverfahren (R-Klassen R9–R13). Alle InnoStone-Steine erfüllen mindestens R12.

Druckfestigkeit

Maximale Druckbelastung, der ein Material standhalten kann. Bei Granit: 100–300 MPa. Beton: ca. 20–50 MPa.

EPD (Environmental Product Declaration)

Umweltproduktdeklaration nach ISO 14025: verifizierte Umweltdaten eines Baustoffs über seinen gesamten Lebenszyklus.

Fältelung

Geologischer Prozess, bei dem Gesteinsschichten durch tektonische Kräfte gefaltet werden. Erzeugt die charakteristischen Wellenstrukturen in Gneisen.

Flämmung

Oberflächenbearbeitung: Die Steinoberfläche wird mit einem Gasbrenner (ca. 2.000 °C) erhitzt. Dabei springen Quarzkörnchen ab, die Oberfläche wird rau und rutschhemmend.

Gabbro

Dunkles, mafisches Tiefengestein (Magmatit). Reich an Pyroxen, Plagioklas und Olivin. Hohe Dichte (2,8–3,0 g/cm³), Mohshärte 6–7, Druckfestigkeit >200 MPa. Herkunft des Nero Impala und Nero Assoluto.

Gesteinskreislauf

Der ewige Kreislauf zwischen Magmatiten, Sedimentiten und Metamorphiten, angetrieben durch Plattentektonik und Erosion.

Gneis

Metamorphes Gestein mit charakteristischer Bänderung oder Schieferung. Entsteht bei hohen Temperaturen und Drücken aus Graniten (Ortogneis) oder Sedimentgesteinen (Paragneis). Herkunft des Ivory Brown.

Gondwana

Südlicher Superkontinent (vor ca. 550–180 Mio. Jahren), der aus den heutigen Kontinenten Südamerika, Afrika, Antarktis, Australien und Indien bestand. Mehrere InnoStone-Steine entstanden während der Gondwana-Geschichte.

Granit

Das bekannteste magmatische Tiefengestein. Besteht aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Entsteht bei langsamer Abkühlung in der Erdkruste. Mohshärte 6–7, Druckfestigkeit 100–300 MPa.

Imprägnierung

Schutzbehandlung für poröse Natursteine: Das Mittel dringt in die Poren ein, ohne eine Schicht zu bilden. Macht den Stein schmutz- und wasserabweisend, erhält aber die Atmungsaktivität.

Kapvaal-Kraton

Einer der ältesten stabilen Erdkrustenabschnitte (ca. 3,6 Mrd. Jahre alt) in Südafrika. Grundlage für die Entstehung des Nero Assoluto im Zimbabwe-Kraton.

Karbon

Geologisches Zeitalter (ca. 359–299 Mio. Jahre vor heute). Zeitalter der Riesenfarne und Schachtelhalme. Bildungszeit der Flossenbürger Granite und der Bohus-Gesteine (Vorstufe).

Katzenpfoten

Umgangssprachliche Bezeichnung für Pyroxenanhäufungen in Gabbro-Gesteinen (Nero Impala, Nero Assoluto). Sie entstehen durch das Zusammenklumpen von Pyroxen-Kristallen in der erkaltenden Schmelze. Kein Mangel – typisches Merkmal.

Kratons

Sehr alte, tektonisch stabile Abschnitte der Erdkruste. Haben in ihrer Geschichte keine wesentlichen Deformationen erlitten. Liefern die ältesten und stabilsten Gesteine.

Magma

Flüssiges bis zähflüssiges Gesteinsgemisch aus Mineralien und Gasen, das tief in der Erdkruste oder im Erdmantel entsteht. Ausgangsmaterial aller Magmatite.

Magmadifferentiation

Prozess, bei dem sich in einer erkaltenden Magmakammer schwere und leichte Mineralien durch ihr spezifisches Gewicht trennen. Erzeugt die charakteristischen Schichtungen in Gabbros.

Metamorphose

Umwandlung von Gesteinen durch hohen Druck und hohe Temperatur ohne Aufschmelzung. Erzeugt Metamorphite wie Gneis, Quarzit und Marmor.

Migmatit

Teilweise aufgeschmolzenes Metamorphit-Gestein. Enthält Bereiche, die wieder erstarrt sind (Neosom) und Bereiche, die nicht aufgeschmolzen wurden (Palaeosom). Charakteristisch: fließende Maserungen. Herkunft des Multicolor Red und Bohus.

Mohshärte

Skala zur Bestimmung der Kratzfestigkeit von Mineralien (1 = Talk bis 10 = Diamant). Granit und Gabbro erreichen 6–7.

Monogranit

Granit aus einem einzigen Magmaereignis, sehr gleichmäßig in Struktur und Farbe. Herkunft des Super Grey.

Natursteinsiegel

Zertifizierungssystem für nachhaltig abgebauten Naturstein mit fairen Arbeitsbedingungen. Alternativ: Fair Stone, BSCI.

Ökobilanz (LCA)

Analyse der gesamten Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Naturstein schneidet in LCA-Studien hervorragend ab.

Paragneis

Metamorphes Gestein aus sedimentärem Ausgangsmaterial (Para = aus Sediment). Im Gegensatz zum Ortogneis (aus Granit). Herkunft des Silver Cloud.

Plattentektonik

Die Theorie der beweglichen Erdplatten, die den Hauptantrieb für alle geologischen Prozesse liefert. Verantwortlich für Gebirgsbildung, Vulkanismus, Erdbeben und die Entstehung aller Gesteinstypen.

Pyroxen

Mineral in Gabbro und Basalt. Dunkle, meist schwarze oder dunkelbraune Silikatminerale. Typisch für mafische Gesteine wie Gabbro.

Quarzmonzonit

Magmatisches Tiefengestein, ähnlich wie Granit, aber mit einem spezifischen Verhältnis der Feldspatminerale. Herkunft des Steel Grey. Einer der selteneren Gesteinstypen im Sortiment.

R-Klasse

Einteilung der Rutschhemmung nach DIN 16165. R9 (gering) bis R13 (sehr hoch). Alle InnoStone-Materialien: mindestens R12.

Rodinia

Superkontinent, der vor ca. 1.100–750 Mio. Jahren existierte. Während seiner Bildung entstanden die indischen Migmatite (Multicolor Red, Ivory Brown).

Schieferung

Bevorzugte Spaltbarkeit eines Gesteins entlang bestimmter Ebenen, die durch Druck entstehen. Erzeugt die charakteristische Bänderung bei Gneisen.

Sedimentit

Sammelbezeichnung für alle Ablagerungsgesteine (Kalkstein, Sandstein, Tonstein, Schiefer als Sediment). Entstehen an der Erdoberfläche oder in Gewässern.

Steinbruch

Ort der Natursteingewinnung im Tagebau. In Deutschland unter strengen Umweltschutzauflagen betrieben. Entwickeln sich oft zu wertvollen Biotopen.

Textur

Die räumliche Anordnung der Mineralkörner in einem Gestein. Bei Granit: richtungslos (isotrop). Bei Gneis: gebändert (anisotrop).

Tonium

Geologischer Zeitabschnitt (ca. 1.000–720 Mio. Jahre vor heute). Bildungszeit des Multicolor Red und Ivory Brown. Dominiert von Bakterienkolonien (Stromatolithen) im Urmeer.

Treibhauspotential (GWP)

Maß für den Klimawandel-Beitrag eines Produkts in CO₂-Äquivalenten. Naturstein: ca. 10,9 kg CO₂/m² (einer der niedrigsten Werte aller Bodenbeläge).

Verwitterung

Zersetzung von Gestein an der Erdoberfläche durch physikalische (Frost, Temperatur), chemische (Wasser, Säuren) und biologische (Flechten, Wurzeln) Prozesse. Liefert das Material für Sedimentite.

Versiegelung

Schichtbildende Schutzbehandlung für Naturstein. Bildet eine Schutzschicht auf der Oberfläche. Für Außenbereiche weniger geeignet, da die Dampfdiffusion gehemmt wird.

Volcanic Passive Margin

Vulkanisch aktiver Kontinentalrand, an dem sich in der Erdgeschichte viele südafrikanische Gesteine bildeten.

VOC (Volatile Organic Compounds)

Flüchtige organische Verbindungen. Naturstein gibt keine VOC ab. Viele Kunstbeläge scheiden dagegen Schadstoffe aus.

Wärmekapazität

Fähigkeit eines Materials, Wärme zu speichern. Bei Naturstein: 0,71–0,84 kJ/kg·K. Naturstein erwärmt sich langsam und gibt Wärme langsam wieder ab.

Zweiglimmer-Granit

Granit mit zwei Glimmermineralien (Biotit und Muskovit). Typisch für die Flossenbürger Granite. Verleiht dem Stein seinen charakteristischen Glanz im Sonnenlicht.

Jetzt kostenloses Angebot anfordern.

Kein Abriss – keine Baustelle

Antwort innerhalb von 24 Stunden

Festpreisgarantie – transparent & verbindlich

Jetzt kostenloses Angebot anfordern.

Kein Abriss – keine Baustelle

Antwort innerhalb von 24 Stunden

Festpreisgarantie – transparent & verbindlich

Jetzt kostenloses Angebot anfordern.

Kein Abriss – keine Baustelle

Antwort innerhalb von 24 Stunden

Festpreisgarantie – transparent & verbindlich